6 Ostschweizer in der «Höhle der Löwen»

Lena Rhyner, 9. Mai 2019, 05:35 Uhr
In knapp zwei Wochen startet in der Schweiz die Gründershow «Die Höhle der Löwen», wo Start-ups ihre Idee oder ihr Produkt zum Besten geben und hoffen können, dass sie von Investoren wie Jürg Marquard oder Roland Brack finanziell unterstützt werden. In der ersten Staffel sind sechs Kandidaten aus dem FM1-Land dabei.

Ein Mini-Grill für unterwegs, Intelligenz-Holzspiele für Hunde oder ein WC-Brillen-Aufsatz für Kinder – in der ersten Staffel der «Höhle der Löwen» auf TV24 präsentieren 42 Start-ups aus der ganzen Schweiz ihre mehr oder weniger innovativen, aber auf jeden Fall unterhaltsamen Business-Ideen. Mit dabei sind auch sechs Kandidaten aus dem Kanton St.Gallen, und auch sie haben sich bei fantasievollen Ideen nicht lumpen lassen. Hier die sechs Start-Ups in einem Listicle.

1. Hundespiele aus Unterwasser

Wie Kinder müssen auch Hunde rund um die Uhr beschäftigt werden, damit sie am Abend müde sind. Das findet Martin Sailer (47) und schafft diesem Problem mit seinen Intelligenz-Holzspielzeugen Abhilfe. Diese speziell für Hunde und Katzen konzipierten Holz-Denkspiele sollen die Tiere bei der Futtersuche herausfordern und beschäftigen. Die Spielsachen werden in einer geschützten Werkstatt in Ebnat-Kappel hergestellt.

«Fitz The Dog», der treue Begleiter von Investor Tobias Reichmuth, testet das Spielzeug höchstpersönlich. (Bild: pd)
© Die Holzspiele sollten Hunde und Katzen drinnen beschäftigen. (Bild: zvg)

2. Möbel nach Mass aus Wil

Das digitale Start-up Ecoleo aus Wil stellt Möbel auf Anfrage massgefertigt her und liefert sie innerhalb von fünf Tagen aus. Die Bestellung kann online getätigt werden, die Preise sind laut den Gründern tiefer, als wenn man sich in einer Schreinerei einen massgefertigten Tisch anfertigen lässt. Markus Fust (54), Geschäftsleiter von Ecoleo, möchte mit seinem Online-Möbelversand das traditionelle Schreinerhandwerk und die automatisierte Fertigung verbinden.

Die neue Plattform Ecoleo der Gründer Markus Fust (54) und Serge Eggler (26) gehört der Schreinerei Fust AG an. (Bild: pd)
© Die neue Plattform Ecoleo der Gründer Markus Fust und Serge Eggler gehört der Schrenerei Fust AG an. (Bild: zvg)

3. Tütenverschluss-System aus Widnau

Sie heissen Sandra Gschwend (29) und Christian Diethelm (34) und haben einen Alltagshelfer entwickelt, der Lebensmittelverpackungen luft- und wasserdicht verschliesst. Aushängeschild für ihr Produkt sollen das schöne Design und die praktische Funktion sein. Der sogenannte Tütenhüter wird komplett in der Schweiz produziert und in klimaneutraler Verpackung versandt.

Mit dem Tütenhüter könnte man theoretisch auch Chipspackungen verschliessen. Wobei dies vermutlich niemals im echten Leben nötig sein wird. (Bild: pd)
© Mit dem Tütenhüter könnte man theoretisch auch Chipspackungen verschliessen. Wobei dies vermutlich niemals im echten Leben nötig sein wird. (Bidl: zvg)

4. Cold-Brew-Kaffee aus St.Gallen

Die Mastercoldbrewer AG hat ein neues Verfahren entwickelt, das die Produktion von Cold-Brew-Kaffee innert Minuten erlaubt, was bis anhin mindestens acht Stunden dauerte. Auf diese Idee sind die Gründer Roland Laux (52) und Kevin Allemann (25) so stolz, das sie sie patentieren liessen. Eine Reise in Venezuela inspirierte sie, Kaffeebohnen kalt zu verarbeiten und somit ein noch intensiveres Kaffeearoma zu erhalten. Ihr kalter Kaffee wird unter der Marke «Re-Coffee» seit Anfang Jahr verkauft. Die Idee haben sie also, jetzt fehlt ihnen nur noch ein Geldhahn - und den suchen sie in der «Höhle der Löwen».

Kalter Kaffee ist ihr Ding: Die Gründer der Mastercoldbrewer AG haben ein neues Verfahren entwickelt, das innert Minuten aromatischen, kalten Kaffee herstellt. (Bild: pd)
© Kalter Kaffee ist ihr Ding: Die Gründer von der Mastercoldbrewer AG haben ein neues Verfahren entwickelt, das innert Minuten aromatischen kalten Kaffee herstellt. (Bild: zvg)

5. Abflussreiniger aus Jona

Not macht erfinderisch – genau das hat die Gründerin Jutta Jertrum (38) des Start-ups Twistout erlebt und darum einen Holzstab entwickelt, der verstopfte Abflüsse ohne Chemikalien retten soll. Der Stab aus Buchenholz kommt ohne Chemie und Plastik aus, soll aber genauso effizient sein. Ein paar Handumdrehungen reichen laut Jertrum, und schon hat man alle Haare und Zehennägelreste aus dem Abfluss rausgezwirbelt.

Der Twistout funktioniert ähnlich wie ein Korkenzieher. (Bild: pd)
© Der TwistOut funktioniert ähnlich wie ein Korkenzieher. (Bild: zvg)

6. Webseite für Hundehalter aus Uznach

Hundefreunde sind nicht alle, und somit werden die Vierbeiner auch nicht überall geduldet. Besonders die Planung von Ferien und Tagesausflügen kann sich deshalb für Hundehalter schwierig gestalten. Die Webseite h-und.ch der Gründerin Livia Waser (35) soll Abhilfe schaffen und bündelt diverse Angebote, wo Hunde willkommen sind, darunter Gastrobetriebe, Unterkünfte, Sportveranstaltungen und andere Freizeitaktivitäten.

Bekommt Livia Waser aus Uznach Unterstützung von de Investoren der Sendung «Höhle der Löwen»? (Bild: pd)
© Bekommt Livia Waser aus Uznacht Unterstützung von de Investoren der Sendung «Höhle der Löwen»? (Bild: zvg)

Sendestart der «Höhle der Löwen» ist am Dienstag, 21. Mai. Auf den ledrigen Stühlen sitzen «brack.ch»-Gründer Roland Brack (46), Immobilien-Unternehmerin Anja Graf (41), die St.Galler Pixability-Gründerin Bettina Hein (44), der Verleger Jürg Marquard (73) und Tobias Reichmuth (40), Investor in nachhaltige Energie.

Lena Rhyner
Quelle: rhy
veröffentlicht: 9. Mai 2019 05:35
aktualisiert: 9. Mai 2019 05:35