Rosenau

Blackout – Gossauer Schule stellt einen Tag den Strom ab

11. Januar 2021, 19:39 Uhr
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Quelle: tvo

Die Oberstufe Rosenau hat am Montag ohne Vorwarnung für einen Tag den Strom abgestellt. Nur die Schulleitung wusste Bescheid. Dahinter steckt ein Projekt eines Klimaschutzprogrammes.

Sie ist nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Ob Kochen, Staubsaugen, Bügeln oder einfach nur eine Lampe zum Lesen: Die Elektrizität ist zu einem unverzichtbaren Gut geworden. Für ein Projekt stellte das Oberstufenzentrum Rosenau in Gossau nun in der Schule mir nichts, dir nichts, den Strom ab. Gewusst vom Projekt hat nur die Schulleitung.

«Dachte, der Lehrer will uns verarschen»

«Wie ihr bestimmt gemerkt habt, läuft bei uns heute nicht alles so, wie es sollte», erklärt Vincenzo Merolillo seinen verwirrten Schülern im stockdunklen Schulzimmer. Lediglich die Notfalllampen sind angegangen.

«Ich dachte, der Lehrer will uns verarschen», sagt der 15-jährige Ramon gegenüber TVO. Er sei «überrascht» gewesen, als er merkte, dass nur noch der Notstrom funktionierte, ergänzt der 13-jährige Reto.

Geplante Aktion

Der «Stromausfall» ist nämlich gestellt und Teil eines Klimaschutzprogrammes von «myblueplanet». Bei diesem Projekt macht das Oberstufenzentrum Rosenau ein Jahr lang mit. Ronja Karpf von «myblueplanet» will den Schülern vor Augen führen, dass Strom nicht etwas selbstverständliches ist: «Wir wollen zeigen, wie es ist, wenn die ständig verfügbare Technik und der Strom einmal nicht mehr da sind.» Darum solle man solche Ressourcen besser schätzen lernen und auch sparsamer damit umgehen.

Auch die Schulleitung ist vom Projekt überzeugt. Schulleiter Roger John: «Ich bin sehr zufrieden.» Das Ziel, den Schülern bewusst zu machen, wie wichtig Strom für das tägliche Leben ist, sei erreicht worden.

Nicht einmal die Lehrer wussten davon

Der Stromausfall kam nicht nur für die Schüler überraschend, auch die Lehrerschaft wurde buchstäblich hinters Licht geführt. Sie wussten sich aber zu helfen, sagt Lehrer Vincenzo Merolillo: «Dann muss man sich überlegen, was man jetzt macht. Ein Schüler hat gefehlt und ich konnte meine Mails nicht checken.» Schliesslich behalf sich Merolillo mit seinem Handy – das aber auch nur mit genügend Akku funktioniert.

An einen normalen Unterricht war an diesem Montag allerdings nicht zu denken.

Wie es den Schülerinnen und Schüler, den Lehrerinnen und Lehrer erging, siehst du im Beitrag von TVO.

(saz)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 11. Januar 2021 19:39
aktualisiert: 11. Januar 2021 19:39