Einbruch in Sargans

«Das Spar-Säuli auf der Theke haben die Diebe übersehen»

20. Januar 2020, 16:14 Uhr
Gestohlen haben sie nur einige hundert Franken Bargeld, doch die Diebe, die ins Café Studio in Sargans eingebrochen sind, haben grossen Schaden hinterlassen – nicht nur materiell. Der Besitzer ärgert sich vor allem über den zusätzlichen Aufwand.

Ende Oktober sind sie bereits einmal gescheitert, nun hatten sie Erfolg. Unbekannte sind in das Sarganser Kult-Café Studio eingebrochen. Besitzer Karl Cavegn opfert seinen freien Tag, um sein Geschäft von den Einbruchsspuren zu befreien.

«Ein klassischer Einbruch»

«Die Diebe haben sich Zugang über den Haupteingang verschafft», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Nachdem sie die Türe aufbrachen, haben sie einen Korpus aufgebrochen und durchwühlt.

Karl Cavegn sagt: «Ich kam am Morgen ins Geschäft und sah schon an der Türe, dass etwas passiert ist. Drin waren dann alle Kästen offen, es war ein Durcheinander. Ein klassischer Einbruch.»

«Vielleicht haben die Diebe ein paar Praliné gegessen»

Was genau gestohlen wurde, ist noch unklar. Sudio-Besitzer Karl Cavegn sagt, es wurde nur eine kleine Summe Bargeld gestohlen, die noch im Laden war. «Wertsachen haben wir keine im Laden, die werden natürlich am Abend weggesperrt. Es ist einfach ganz viel kaputt gegangen. Finanziell war es kaum ein Verlust. Lustigerweise haben wir noch so ein Sparschwein auf der Theke, das haben sie übersehen», sagt Cavegn.

«Vielleicht haben die Diebe ja noch ein paar Praliné gegessen. Da wäre ich ein bisschen böse. Aber wir haben noch genügend Praliné, daran soll es nicht liegen», sagt Cavegn und lacht.

«Jetzt muss ich am freien Tag arbeiten»

Viel schlimmer als das gestohlene Geld ist der angerichtete Schaden. Dieser beläuft sich gemäss Kantonspolizei St.Gallen auf mehrere tausend Franken. Das Café Studio bleibt am Montag jeweils geschlossen. «Jetzt muss ich meinen freien Tag hergeben, um wieder Ordnung zu schaffen», sagt der Besitzer.

Cavegn kann mit dem Einbruch sachlich umgehen: «Es ist sicher nicht so emotional, wie wenn zum Beispiel zu Hause eingebrochen werden würde. Das ist mir zum Glück noch nie geschehen.»

Die Polizei ermittelt

Dass es sich bei beiden Einbrüchen – Ende Oktober und jetzt im Januar – um die gleichen Täter handelt, hält Cavegn für möglich. «Das Schema ist ähnlich, aber die Diebe werden immer raffinierter.»

Die Kantonspolizei ermittelt im Fall. «Bei einem Einbruch gibt es immer Spuren, nicht nur von der Täterschaft, sondern auch vom benutzen Werkzeug», sagt Hanspeter Krüsi. Es gilt nun, diese Spuren auszuwerten und im besten Falle Rückschlüsse auf die Täter ziehen zu können.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. Januar 2020 15:18
aktualisiert: 20. Januar 2020 16:14