St.Gallen

«Das Ziel ist, dass die E-Trottis im Sommer wieder in der Stadt sind»

Krisztina Scherrer, 4. März 2020, 10:36 Uhr
Die Stadt St.Gallen will mit einem Bewilligungsverfahren das E-Trottinett zurückholen. Das Ziel des Stadtrats ist es, das Gebiet auszuweiten und die Rahmenbedingungen so anzupassen, dass man bereits ab diesem Sommer wieder herumflitzen kann.
Die E-Trottis kommen vielleicht zurück. (Symbolbild)
© CH Media

Der Stadtrat ist drauf und dran, die E-Trottinetts wieder nach St.Gallen zu holen. «Ziel ist es, dass die Trottinetts im Sommer wieder in der Stadt sind», sagt Peter Jans, Stadtrat von St.Gallen, gegenüber FM1Today. Neu soll das ganze Stadtgebiet mit rund 300 E-Scooters abgedeckt werden. Im Pilotprojekt waren die E-Trottis nur in der Innenstadt zugelassen und es waren nur rund 100 im Einsatz.

Negative Stimmen sollen erhört werden

Schon während des Pilotprojektes gab es Kritik, bestätigt Jans. «Es gab durchaus negatives Feedback – und nicht wenig», so Jans. Damit die Kritiker erhört werden, sollen Rahmenbedingungen erarbeitet werden, welche Verbesserungen mit sich bringen. Negativ blieben vor allem die Verkehrssicherheit und die Ordnung in Erinnerung: «Die Scooter wurden zum teil kreuz und quer irgendwo hingestellt oder geworfen. Das kam nicht gut an», so Jans.

Deshalb müssen jetzt zum Beispiel die Fragen geklärt werden: Wo darf man die Trottis hinstellen? Wie geht man mit den falsch parkierten Scootern um? Wie sammelt man sie ein und bleibt dabei umweltfreundlich?

Möglichkeit von Polizeikontrollen

«Einige Trottinettfahrer haben sich auch im Verkehr nicht so verhalten, wie sie sollten», sagt Jans weiter. Hier schaue man, ob man dem Betreiber eine Verpflichtung auferlegen kann. «Via App haben die Anbieter die Möglichkeit zur Kommunikation mit den Nutzerinnen und Nutzer.» Die Kontrolle durch die Polizei sei eine weitere Möglichkeit. 

Bei allem Verbesserungspotenzial betont Jans, dass es auch viele Personen gebe, die Freude an den Trottis haben. «Sie werden als Ergänzung des städtischen Mobilitätsangebots wahrgenommen.»

Beim Pilotversuch wurden 38'500 Fahrten verzeichnet. Durchschnittlich wurden pro Tag und Fahrzeug 3,7 Fahrten mit einer mittleren Dauer von knapp 10 Minuten zurückgelegt. «Während der Pilotphase zeigte sich, dass die Bedienung der E-Trottinette einfach ist und sie Nutzende je nach Strecke schneller zum Ziel führen als andere Verkehrsmittel», schreibt der Kanton in seiner Mitteilung.

Möglich, dass mehrere E-Trotti-Anbieter nach St.Gallen kommen

Nach Eingabe des Bewilligungsverfahren Ende März, können sich die potenziellen Anbieter melden, anschliessend wählt der Stadtrat aus, wer eine Bewilligung erhält. Es sei möglich, dass mehrere Firmen ihre Trottinetts in St.Gallen stationieren dürfen. «Der Stadtrat will aber keinen Wildwuchs, denn wenn es zu viele Anbieter hat, ist es nicht mehr kundenfreundlich.» 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 4. März 2020 08:08
aktualisiert: 4. März 2020 10:36
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