Fauler Neuzugang im Walter Zoo

Leila Akbarzada, 6. August 2017, 19:50 Uhr
Der Walter Zoo hat einen neuen Bewohner: Ein Faultier ist ins Reptilienhaus eingezogen und zeigt den Besuchern, wie man entspannt die Seele baumeln lässt. Das gemütliche Tier teilt sein Zuhause mit einem Kugelgürteltier.

Die Lieblingsposition des Faultieres lässt sich bereits aus seinem Namen ableiten: Es bewegt sich nicht so gerne auf allen vieren, sondern hängt lieber in den Ästen herum. Wenn es sich tatsächlich bewegt, dann tut es dies sehr langsam. Das kann man seit Neuestem im Reptilienhaus des Walter Zoos in Gossau beobachten. Dort lebt jetzt ein Zweifinger-Faultier. «Mit dieser Faulheit, dieser Coolness und mit seinem felligen Äusseren wurde das Zweifinger-Faultier auf Anhieb zu einem Publikumsliebling im Walter Zoo», schreibt der Zoo in einer Mitteilung.

TVO hat das Faultier besucht:

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Faultier noch namenlos

Das Faultier ist ein Weibchen. Einen Namen hat es noch nicht. Es lebt zusammen mit einem Kugelgürteltier. Das Gürteltier, das Männchen Lancelot, ist schon vor einiger Zeit von Salzburg nach Gossau gekommen. Das Gürteltier kennt man noch als Maskottchen der Fussball-WM in Brasilien. Das Kugelgürteltier kann sich bei Gefahr zusammenrollen wie eine Kugel.

Vom Schloss nach Gossau

Auch das Faultier kommt aus einem österreichischen Zoo, aus dem Tiergarten Schönbrunn in Wien. Es wurde im Rahmen des europäischen Zuchtprogramms nach Gossau vermittelt und könnte einen Partner bekommen, wenn es geschlechtsreif wird, schreibt der Zoo weiter.

Zwei Einzelgänger zusammen

Sowohl das Faultier als auch das Gürteltier sind Einzelgänger. Das Zusammenleben funktioniere daher problemlos: Das Gürteltier bleibt am Boden, und dorthin geht das Faultier nur, wenn es absolut nötig ist. Das nachtaktive Tier ist ganz auf das Rumhängen in den Bäumen ausgerichtet.

Wähnt sich das Faultier jedoch in Gefahr, so kann es erstaunlich viel Energie freisetzen. Es beisst kräftig zu, windet sich auf alle Seiten und kratzt mit den Krallen an den beiden Fingern und den drei Zehen. Das war denn auch die Herausforderung für den Zoo, als das Tier von der Quarantänestation in sein definitives Zuhause gebracht wurde. Doch es hat alles gut geklappt, und das Faultier hängt seitdem friedlich in seiner neuen Bleibe rum.

Leila Akbarzada
Quelle: red.
veröffentlicht: 4. August 2017 09:42
aktualisiert: 6. August 2017 19:50