FHS St.Gallen

FHS-Studenten erfinden Estrich-Treppe mit Spezialformel

Krisztina Scherrer, 14. Dezember 2019, 15:42 Uhr
Endspurt für die Studenten Cedric Bachmann und Basil Schneider: Die beiden 25-Jährigen arbeiten seit zweieinhalb Jahren am Modul Industrieprojekt der FHS St.Gallen. Am Montag präsentieren sie ihre Erfindung.

«Ich habe die Lehre auf dem Bau gemacht und oft gesehen, wie bei teuren Häusers günstige Estrich-Leitern eingebaut wurden», sagt Basil Schneider, Student an der FHS St.Gallen. «Da haben wir das Potenzial erkannt.» Und so ist die Idee der Treppe in Parabelform entstanden.

Bequem und sicher auf den Dachboden

«Durch eine spezielle Bauform fühlt sich die ‹Leiter› wie eine Treppe an», sagt Cedric. Mit ihr soll man bequem und sicher auf den Dachboden gelangen, auch wenn man keine Hände frei hat. Doch nicht nur das ist ein Vorteil: «Mit unserer Treppe kann man den Estrich besser nutzen und ein Spielzimmer oder Fernsehzimmer daraus machen. Dies weil unsere Lösung deutlich sicherer ist, als sonst eine Estrich-Leiter», so Basil. Auch preislich soll sich die Treppe in Parabelform lohnen: «Wenn man unsere Treppe mit einer festinstallierten vergleicht, ist sie definitiv günstiger», sagt Cedric Bachmann. 

«Die Firma hat uns unterstützt»

Basil und Cedric sind im fünften Semester ihres Wirtschaftsingeniuersstudiums. An ihrem Projekt arbeiten sie seit dem ersten Semester. Dort mussten sie und ihre Mitstudenten eine Firma auswählen, bei welcher sie ein Projekt starten wollten. «Wir haben die Baremo GmbH besucht, konnten Fragen stellen und sie kennenlernen. Dann haben wir die Trends analysiert und geschaut ob sie zum Unternehmen passen und so haben wir nach und nach eine konkrete Idee entwickelt», so Basil.

Theorie in die Praxis umsetzen

Jetzt sind zweieinhalb Jahre vergangen und das Projekt «Estrich-Treppe in Parabelform» ist so gut wie fertig. Am Montag haben Cedric, Basil und sechs weitere Gruppen ihre Präsentation. Dort müssen sie ihr Produkt potenziellen Kunden und Investoren vorstellen. Das ganze wird auch benotet. «Wir freuen uns auf die Präsentation. Wir haben viel Zeit in das Projekt investiert und konnten den Prototypen testen. Es hat sich bestätigt, dass unsere Treppe einen Zusatznutzen gibt», sagt Cedric. 

Mit dem Industrieprojekt sollen die Studenten lernen wie man die Theorie in die Praxis umsetzt. Ein derartiges Projekt, das über zweieinhalb Jahre dauert, gebe es so in der Schweiz nicht, sagt Samuel Böhni, der als Coach die Studierenden begleitet. Beide Studenten finden: «Es ist super, dass man dieses Projekt in seinen Lebenslauf schreiben kann.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 14. Dezember 2019 15:42
aktualisiert: 14. Dezember 2019 15:42