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Halle wird zum Löschen abgerissen

Fabienne Engbers, 27. März 2019, 10:32 Uhr
Nachdem eine Lagerhalle in Schmerikon abgebrannt ist, raucht es auch am Mittwochmorgen noch aus der Hallenruine. Die Feuerwehr war die ganze Nacht vor Ort, nun werden die Aussenmauern des Gebäudes mit schwerem Gerät abgetragen.

Die Feuerwehr habe am Dienstag den ganzen Tag über Löscharbeiten an der Halle durchgeführt, sagt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Trotzdem konnte das Feuer nicht komplett gelöscht werden, auch am Mittwochmorgen raucht es aus der Lagerhalle. «Der Rauch hat sich aber verfärbt, es ist nun kein schwarzer Rauch mehr zu sehen, sondern weisser», sagt Rezzoli.

Wände der Halle werden abgebrochen

Um den Brand in der Lagerhalle komplett zu löschen, werden seit Dienstagabend die Wände des Gebäudes mit schweren Maschinen abgebrochen. «So kann man weiter in das Innere der Halle spritzen», sagt Gian Andrea Rezzoli. «Diese Löscharbeiten dauern am Mittwoch weiter an.»

Wie lange die Feuerwehr noch vor Ort sein wird, ist unklar. «So wie es aussieht, kann es noch länger dauern, bis das Feuer komplett gelöscht ist. Die Halle wird mit den Maschinen komplett abgebrochen und das Feuer darin wird fortlaufend gelöscht.» Der Schaden beläuft sich auf deutlich mehr als eine Million Franken. Genaueres kann allerdings noch nicht gesagt werden.

Mehrere Stunden, bis der Brand unter Kontrolle war

Am Dienstag wurden 88 Feuerwehrleute in der Region Schmerikon/Uznach zur Brandbekämpfung aufgeboten. Es dauerte mehrere Stunden, bis der Brand unter Kontrolle war.

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Quelle: TVO

Ausgebrochen war das Feuer in einem Unterstand mit Kunststoffpaletten. In kürzester Zeit war es auf die Lagerhalle übergegangen. Die Feuerwehr hatte keine Chance gegen die Flammen, das Gebäude ist «eingestürzt und geschmolzen». Eine weitere Halle wurde mit einem Wasservorhang geschützt, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte. In der Halle befanden sich zur Zeit des Brandausbruchs keine Personen. Zwei Feuerwehrmänner wurden mit leichten Rauchgasvergiftungen ins Spital gebracht.

Brandursache noch unklar

Auch wenn der Ausbruchsort des Feuers klar bestimmt werden kann, wird es eine Weile dauern, bis die Brandursache geklärt ist. Alles wurde zerstört und ist geschmolzen. «Wir sind bereits mit der Ermittlung der Brandursache beschäftigt, allerdings wird es hier sicher noch länger dauern, bis man eine Aussage machen kann», sagt Gian Andrea Rezzoli.

Laut ersten Erkenntnissen wurde die Umwelt nicht in Mitleidenschaft gezogen. Das Amt für Umwelt hat während des Brandes stets Proben in den umliegenden Gewässern genommen, diese waren unauffällig.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 27. März 2019 08:24
aktualisiert: 27. März 2019 10:32