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Wegen Corona

«Irrsinnige Forderung» – Ostschweizer Skigebiete halten nichts von Schliessungen

26. November 2020, 20:19 Uhr
Deutschland und andere EU-Staaten wollen, dass alle europäischen Skigebiete über die Festtage geschlossen bleiben, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. In Ostschweizer Skigebieten kommt diese Forderung nicht gut an.
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Quelle: tvo

Die Gefahr von Corona-Grossansteckungen sei in Skigebieten gross, sagen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere europäische Staatsoberhäupter. Deshalb sollen die Skigebiete über die Festtage geschlossen werden.

«Man bereitet sich den ganzen Herbst auf die Wintersaison vor», sagt Klaus Nussbaumer, CEO der Pizolbahnen. «Wir sind soweit, dass wir die Schutzmassnahmen auch im Winter gewährleisten können. Die Schliessung des Skigebiets wäre ein No-Go und fatal für uns.»

Auch bei den Bergbahnen Flumserberg kommt die Forderung schlecht an. «In unserem Unternehmen haben wir 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Existenz am Betrieb hangt», sagt Heinrich Michel, CEO der Bergbahnen Flumserberg. «Eine ganze Region wäre davon betroffen. Wenn es mit der Entwicklung der Corona-Fallzahlen in der Schweiz so weitergeht, ist die Forderung nach Schliessungen Irrsinnig.»

Am Donnerstag äussert sich der Bundesrat Alain Berset im Rahmen einer Medienkonferenz zu den Bergbahnen: «Skigebiete können offen bleiben. Das war immer unser Ziel. Mit strengen Schutzkonzepten soll dies möglich sein.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 26. November 2020 20:24
aktualisiert: 26. November 2020 20:19