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Kinder kriegen Zeugnis nur noch jährlich

Laurien Gschwend, 4. April 2019, 08:11 Uhr
Primarschulkinder erhalten im Kanton St.Gallen künftig nur noch einmal im Jahr – statt pro Semester – ein Zeugnis. Die Änderung ist Teil des neuen Lehrplans Volksschule.
St.Galler Schulkinder werden künftig nur noch einmal im Jahr mit einem Zeugnis bewertet. (Symbolbild)
© Tagblatt/Benjamin Manser

Mit dem Jahreszeugnis arbeiten die St.Galler Volksschulen schon heute in der zweiten Klasse. Dieses habe sich bewährt, teilt das Bildungsdepartement mit, weshalb der Standard ab dem Schuljahr 2020/21 auf alle Primarschulstufen bis zur sechsten Klasse ausgeweitet werde. Oberstufenschüler werden weiterhin pro Semester mit einem Zeugnis bewertet, dies als «Weichenstellung in die weiterführenden Schulen».

Im Rahmen des neuen Lehrplans gibt es weitere Änderungen, welche ab dem Schuljahr 2020/21 in der Volksschule verankert werden. Für den Übertritt zwischen den Klassen gelte künftig nicht mehr eine Notensumme, sondern eine Gesamtbeurteilung aller Schulleistungen und des Verhaltens, schreibt das Bildungsdepartement. Weiter wird die Arbeitshaltungsnote im Zeugnis von einer «dokumentierten Beurteilung des gesamten Arbeits-, Lern- und Sozialverhaltens» abgelöst. Beurteilungsgespräche mit den Eltern sollen gestärkt werden.

Seit dem Schuljahr 2015/16 machen sich die Schulen schrittweise mit dem neuen Lehrplan vertraut. «Die laufende Einführung ist gut auf Kurs», sagt der Kanton.


Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 4. April 2019 08:07
aktualisiert: 4. April 2019 08:11