Gommiswald

Nach illegaler Party: Älpli-Wirtin wird Patent nicht entzogen

7. April 2021, 11:52 Uhr
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Quelle: FM1Today / Youtube (Corona Mahnwachen)

Die Gemeinde Gommiswald hat nach der illegalen Party mit rund 90 Personen Anfang März im Restaurant Älpli Anzeige gegen die Wirtin eingereicht – auf den Entzug des Wirtepatents wird vorläufig verzichtet. Von den rund 90 Gästen haben gemäss Wirtin erst sechs eine Busse erhalten.

Anfang März feierten rund 90 Gäste im Restaurant Älpli in Gommiswald ohne Maske und ohne Schutzkonzept eine Party. Die Polizei verzichtete darauf, die Party aufzulösen, da sie nicht wollte, dass die Situation eskaliert. Am Anlass nahmen sowohl Senioren als auch Familien mit Kindern teil. Personalien von Gästen wurden aufgenommen, die Veranstalter sowie die Wirtin des Restaurants angezeigt, FM1Today berichtete.

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Quelle: TVO

Wirtin kann Patent behalten, wird aber angezeigt

Kurz nach dem verbotenen Anlass drohte die Gemeinde Gommiswald der Wirtin, aufgrund des Verstosses gegen die Corona-Massnahmen, das Wirte-Patent zu entziehen. Darauf wird nun verzichtet, zeigt ein Schreiben der Gemeinde, das Linth24 zitiert. Darin steht: «Der Gemeinderat toleriet die Missachtung geltender Bestimmungen der Betriebsinhaberin nicht und hat schriftlich eine Verwarnung ausgesprochen. Da bis dato die Betriebsinhaberin den Betrieb gesetzeskonform geführt hat, wäre ein direkter Patententzug nicht verhältnismässig.» Sollte sich die Wirtin aber nochmals etwas zu Schulden kommen lassen, werde das Patent sofort eingezogen. Ausserdem sei die Wirtin bei der Staatsanwaltschaft angezeigt worden. Die Staatsanwaltschaft bestätigt gegenüber FM1Today, dass eine Anzeige eingegangen ist.

Staatsanwaltschaft: «Es wurden mehr als sechs Bussen ausgestellt»

Wie die Wirtin gegenüber Linth24 sagt, hätten weder sie noch der Veranstalter bisher eine Busse erhalten. Auch lediglich sechs der rund 90 Gäste seien bisher gebüsst worden und diese hätten allesamt die Busse zurückgeschickt.

Dass lediglich sechs Personen eine Ordnungsbusse erhalten haben, kann die Staatsanwaltschaft St.Gallen nicht bestätigen, es seien mehr gewesen, heisst es auf Anfrage. Seitens der Staatsanwaltschaft würden voraussichtlich weitere Bussen ausgestellt werden, sobald die entsprechenden Polizeirapporte bei der Staatsanwaltschaft eingetroffen sind. Weitere Details zu den Inhalten der Bussen und Anzeige können aufgrund des hängigen Strafverfahrens nicht bekannt gegeben werden.

 Allgemein sei aber festzuhalten, dass wenn Ordnungsbussen nicht bezahlt oder einfach zurückgeschickt werden, es zu einer Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft komme.

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Quelle: FM1Today / TVO

(abl)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. April 2021 09:48
aktualisiert: 7. April 2021 11:52