Königscamp

Nachwuchsschwinger lernen in Wildhaus von den Bösen

4. August 2020, 08:13 Uhr
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Quelle: tvo

Seit Montag sind in Wildhaus viele junge Könige anzutreffen. Bereits zum achten Mal findet diese Woche das Königscamp statt. Dort haben junge Schwinger die Möglichkeit, mit ihren Idolen zu trainieren.

Der Schwingerkönig Nöldi Forrer und der Eidgenosse Samir Leuppi zeigen den rund 70 Nachwuchsschwingern im Königscamp in Wildhaus, wie man sich im Sägemehl am besten anstellt. Das Camp ist für die jungen Schwinger ein Highlight.

«Es ist eine Ehre, dass man hier sein darf»

«Es ist sehr cool, mit den beiden zu trainieren. Sie kennen noch mehr Spezialschwünge», sagt Flavio aus Abtwil. «Ich finde es gut, dass sie den Kleinen etwas beibringen und uns zeigen, wie sie schwingen. Es ist eine kleine Ehre, dass man hier sein darf», sagt Luca aus Untereggen.

Nöldi Forrer trainiert den Nachwuchs nun schon zum vierten Mal im Königscamp. Da in diesem Jahr fast alle Schwingfeste abgesagt sind, mache es ihm besonders viel Freude, sein Wissen weitergeben zu können: «Es macht immer Spass, den Jungen die Schwünge zu zeigen. Wenn man sieht, wie die Jungen die Schwünge auf diese Art machen, macht dies besonders viel Freude.»

«Das Ziel ist ein eidgenössischer Kranz»

Die 70 Nachwuchsschwinger im Alter von 10 bis 15 Jahren lernen jeden Tag von einem anderen Profi-Schwinger. Bei vielen wird so der Wunsch nach einer eigenen Profi-Karriere geweckt: «Mein Ziel wäre es, einen eidgenössischen Kranz zu machen», sagt Robin aus Altstätten. «Am coolsten wäre es, Schwingerkönig zu werden. Es ist zwar noch ein weiter Weg, aber ich probiere es, so gut es geht», sagt Robin aus Oberschan.

Auch Samir Leuppi träumt noch davon, Schwingerkönig zu werden. Seit dem eidgenössischen Schwingfest von 2019 darf er sich schon Eidgenosse nennen. Für die Jungen hat er einen Tipp parat: «Man muss viel trainieren, dranbleiben und darf nie aufgeben, auch wenn es Rückschläge gibt. Auch ich musste Rückschläge verkraften, bin aber immer wieder aufgestanden. Irgendwann zahlt sich das aus.»

Nöldi Forrer ist mit 147 Kränzen der Rekordhalter. Als Bub habe er nie von so vielen geträumt: «Das vordergründige Ziel sollte nie die Anzahl Kränze sein. Wenn man Freude an der Sache hat, ergibt sich das andere von alleine.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 3. August 2020 19:10
aktualisiert: 4. August 2020 08:13