Panzerknacker leeren HSG-Schliessfächer

Fabienne Engbers, 23. November 2018, 05:34 Uhr
Seit Semesterbeginn wurden an der Uni St.Gallen vermehrt Schliessfächer aufgebrochen. (Archiv)
Seit Semesterbeginn wurden an der Uni St.Gallen vermehrt Schliessfächer aufgebrochen. (Archiv)
© Tagblatt/Urs Jaudas
An der Universität St.Gallen wurden in den vergangenen Wochen immer wieder Schliessfächer in der Sporthalle aufgebrochen. Der HSG ist das Problem bewusst, erste Massnahmen wurden bereits umgesetzt, um den Dieben Einhalt zu gebieten.

Wer in den letzten Wochen an der HSG Sport trieb, wurde in der Turnhalle meist mit folgenden Worten begrüsst: «Ich weiss nicht, ob ihr's schon wisst. In letzter Zeit wurden immer wieder abgeschlossene Schliessfächer aufgebrochen. Falls ihr Wertsachen in euren Fächern habt, könnt ihr diese mit in die Stunde nehmen.» Lange Zeit waren wegen Feuerschutzbestimmungen jegliche Gegenstände und Taschen in den Sporthallen und Fitnessräumen verboten. Aufgrund der vielen Diebstähle wurde diese Vorschrift nun gelockert.

Schliessfächer trotz Schlössern geknackt

Seit Semesterbeginn wurden etliche Schliessfächer aufgebrochen. Die Schlösser, welche die Studierenden jeweils selbst mitbringen, werden geknackt und die Schliessfächer ausgeräumt. «Wir können bestätigen, dass in jüngster Zeit Schliessfächer von einer unbekannten Täterschaft aufgebrochen wurden», sagt Marius Hasenböhler, Mediensprecher der Uni St.Gallen.

Täter sind nicht einfach zu finden

Auch die Kantonspolizei St.Gallen hat Kenntnis von den Diebstählen. «Am Dienstagabend hat eine Frau Anzeige erstattet, weil ihr Portemonnaie geklaut wurde», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Allerdings gestaltet sich die Suche nach dem Täter oder der Täterin schwierig. «Sehr viele Leute haben eine Berechtigung dazu, so ein Schliessfach zu benutzen. Entsprechend hat es sehr viele Spuren darauf, was die Spurensicherung erschwert», sagt Schneider.

HSG hat Massnahmen ergriffen

Wie die Täter vorgehen, wird aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht gesagt. Die Universität hat aber bereits Massnahmen getroffen. Einerseits wurden die Eingangskontrollen in der Sporthalle intensiviert. Wer Sport treiben will, muss seine Legi Vorweisen. «Studierende werden auf der Studierendenplattform Studentweb darauf aufmerksam gemacht, keine Wertsachen in den Schliessfächern aufzubewahren und robuste Vorhängeschlösser zu verwenden», sagt Hasenböhler weiter. In naher Zukunft würden die Schliessfächer ausserdem verstärkt.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 23. November 2018 05:34
aktualisiert: 23. November 2018 05:34