Postauto verärgert Eschenbacher

Dario Brazerol, 31. Januar 2019, 11:23 Uhr
Verspätete Postautos machen den Eschenbachern das Leben schwer.
Verspätete Postautos machen den Eschenbachern das Leben schwer.
© Urs Bucher/TAGBLATT
Wer von Eschenbach mit dem Postauto nach Uznach fährt, verpasst dort oft den Anschlusszug. Der Postauto AG und der Gemeinde ist das Problem bekannt. Eine Lösung dafür zu finden, gestaltet sich aber schwierig.

In den letzten Tagen pendeln sich die Temperaturen beim Gefrierpunkt ein. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln reist, schätzt kurze Wartezeiten an Gleisen und Busstationen. So auch Pendler, welche von Eschenbach nach Uznach reisen. Die eigentlich 15 Minuten dauernde Fahrt im Postauto der Linie 631 verzögert sich laut der Linth-Zeitung in der Hauptverkehrszeit des öfteren. Anschlusszüge nach Rapperswil, St.Gallen und ins Glarnerland können die verspäteten Postautos nicht abwarten. Ein Ärgernis für die Pendler.

Fahrplanwechsel bringt keine Besserung

Der Postauto AG ist dieses Problem bekannt. «Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten zwischen 6 und 8 Uhr morgens sowie zwischen 16 und 19 Uhr abends kommt es immer wieder zu Verspätungen und teilweise auch dazu, dass die Passagiere den Anschluss in Uznach verpassen», sagt Walter Schwizer, Leiter Betrieb Ost von Postauto. Gegen den Verkehr könne die Postauto AG nichts unternehmen.

Mit dem neuen Fahrplan, welcher am 9. Dezember 2018 eingeführt wurde, trat eine erste Massnahme in Kraft. Die Haltestelle Uznach Post wurde aufgehoben, womit der Bahnhof schneller angesteuert und Zeit eingespart werden kann. Die Massnahme brachte aber nicht den gewünschten Effekt. Darum prüft die Postauto AG nun, wie regelmässig der Bus den Anschluss am Bahnhof verpasst. Mit diesen Daten soll die Dringlichkeit, dieses Problem anzugehen, festgelegt werden.

Die Postautofahrt Eschenbach-Uznach dauert 15 Minuten. (Karte: Google Maps)
Die Postautofahrt Eschenbach-Uznach dauert 15 Minuten. (Karte: Google Maps)

Umfahrung in frühestens zehn Jahren

Auch Uznachs Gemeindepräsident Christian Holderegger sind die Verspätungen bekannt. Doch auch die Gemeinde sieht bei dem Problem nur wenig Handlungsspielraum: «In den Ampeln ist bereits eine Busbevorzugung installiert», sagt Holderegger. Zu den Stosszeiten reicht dies aber nicht aus, um die Situation zu verbessern.

Aktuell können die Pendler nur auf eine Umfahrungsstrasse hoffen. «Wenn sie realisiert wird, würde sie den Dorfkern erheblich vom Verkehr entlasten. Damit sollte auch das Problem mit dem Stau in den Hauptverkehrszeiten gelöst sein», sagt Walter Schweizer. Das Problem: Diese Umfahrungsstrasse wird wohl frühestens in zehn Jahren kommen. Bis dahin müssen die Pendler weiter in der Kälte ausharren.

Dario Brazerol
Quelle: red.
veröffentlicht: 31. Januar 2019 11:23
aktualisiert: 31. Januar 2019 11:23