Diepoldsau

Sightseeing im Rheintal

5. September 2019, 11:47 Uhr
Was es da wohl alles zu entdecken gibt?
© Tagblatt
Die Gemeinde Diepoldsau will mit einem Hop-on-Hop-off-Bus die Sehenswürdigkeiten zwischen Diepoldsau und Hohenems zeigen. Mit der Aktion soll Werbung für eine zu wenig genutzte Buslinie gemacht werden.

Die berühmten roten Doppeldeckerbusse nach Londoner Vorbild kennt man mittlerweile in jeder grösseren Stadt. Einfach ein Ticket lösen, Platz nehmen und sich mittels Kopfhörer in der eigenen Sprache die Infos zu den Sehenswürdigkeiten vorlesen lassen.

Nun bekommt auch die knapp 6000 Einwohner grosse Rheintaler Grenzgemeinde einen Hop-on-Hop-off-Bus. Der soll aber im Gegensatz zu den Vorbildern in den grossen Städten nicht für Touristen, sondern für die Einheimischen da sein. Und das auch nur für kurze Zeit: Der Sightseeing-Bus fährt am Samstag, 28. September, zwischen 10 und 17 Uhr von Diepoldsau über die Grenze nach Hohenems und wieder zurück. Er ist damit ein Teil der Feierlichkeiten um die Buslinie 303, deren Attraktivität damit gesteigert werden soll.

Was gibt es zu sehen?

Diepoldsau und Hohenems gelten nicht gerade als Schmelztiegel der Kultur oder Wiegen der westlichen Zivilisation. Die Strecke 303 mit den «illustren» Haltestellen Diepoldsau Dorf, Zoll, Hohenems Bahnhof und Hohenems Schlossplatz macht da keine Ausnahme – möchte man meinen.

«Es gibt vieles über Diepoldsau und Hohenems zu erfahren», sagt Gemeindepräsident Roland Wälter. Die Infos erfolgen nicht im Bus über einen Kopfhörer, dafür sind an den erwähnten Stationen Info-Stände aufgebaut. Zudem informiert der Gemeinderat über zukünftige Projekte, etwa den geplanten Ausbau des Diepoldsauer Zentrums. 

Die Linie 303 wird zu wenig genutzt

Für den Shuttledienst wird einmalig der neue Elektrobus von Rheintal Bus eingesetzt. «Danach liegt die Einsatzplanung wieder beim Busunternehmen», so Wälter. Durch die Feierlichkeiten rund um die Linie erhoffe sich der Gemeinderat eine bessere Besetzung des Busses: «Wir haben noch Luft nach oben.» Potenzial sieht Wälter vor allem bei den Grenzgängern. «Wer in Hohenems wohnt und in Diepoldsau arbeitet, könnte diesen Bus nehmen und damit erst noch den Durchgangsverkehr entlasten.»

Ob man sich nun dafür entscheidet, am 28. September mit der Linie 303 zu fahren oder nicht: Für kulinarische Verpflegung ist gesorgt. Und so eine Gratisfahrt mit Gewinnspiel ist auch nicht zu verachten.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. September 2019 14:57
aktualisiert: 5. September 2019 11:47