Anzeige

So soll die neue Olma-Halle aussehen

René Rödiger, 28. März 2019, 15:19 Uhr
Das Projekt «Halle 1» gewinnt den Architekturwettbewerb für den Neubau bei der Olma. In den nächsten Monaten wird das Baugesuch für die Halle über dem Autobahndeckel gestellt. Das Siegerprojekt überzeugte mit Modernität, Helligkeit und überhängenden Büros.

Im Februar 2018 hat der Kantonsrat dem Kredit von 12 Millionen Franken zugestimmt, das Volk sagte im März 2018 Ja zum neuen Projekt. «Es gab 55 Planerteams, die seither ein Projekt eingereicht haben. 14 kamen eine Runde weiter», sagt Olma-Direktor Nicolo Paganini. Dieses Modell überzeugte die Jury am meisten.

Pd
© Pd

«Halle 1» heisst das neue Olma-Projekt

Ende Februar hat sich die Jury für das Projekt «Halle 1» des Teams Ilg Santer Architekten Zürich / Ingegneri Pedrazzini Guidotti Lugano / Meta Landschaftsarchitektur Basel als Sieger ausgesprochen. «Das Siegerprojekt ist aus Beton. Äusserlich ist eine grosse, längliche Laterne angebracht, die man je nach Anlass verschiedenfarbig beleuchten kann. Der Foyer der 150 Meter langen Halle soll sehr hell werden. Speziell werden die überhängenden Büroräumlichkeiten sein, von denen man auf das Foyer runter schauen kann. Die Büros werden direkt unter der Decke angebracht», so der Olma-Direktor.

Die beiden Architekten Andreas Ilg und Marcel Santer sind die Gewinner des Olma-Wettbewerbs. (Bild: pd)
© pd

Eine Halle aus Beton statt Holz

Die Erleichterung ein passendes Projekt gefunden zu haben, ist gross, bei Olma-Direktor Paganini. Seit 2013 wird an der Idee gefeilt. Und lange blieb die Frage offen, ob die neue Olma-Halle moderner Weise aus Beton oder in landwirtschaftlichem Stil aus Holz gebaut werden sollte. «Ich bin nun auch der Überzeugung, dass dieses Projekt am besten zu den anderen Hallen und zur Umgebung passt. Es ist ein urbaner Ort und ein Siegesprojekt in urbanem Stil.»

Baubewilligung im nächsten halben Jahr

In den nächsten Monaten wird das Siegerprojekt detaillierter bearbeitet. «Viele Fragen müssen noch geklärt werden. Sind die Lifte und Garderoben am richtigen Ort? Wurden genügend eingeplant? Wo sollte der Gastrobereich platziert werden? Und so weiter », sagt Nicolo Paganini.

Noch 2019 soll das Baugesuch gestellt werden. Da keine Einsprachen gegen das Baugesuch für die Autobahnüberdeckung eingegangen sind, «befindet sich das Grossprojekt ‹Olma-Neuland› auf Kurs».

Das gesamte Projekt mit dem Autobahndeckel und dem Hallen-Neubau kostet 163,4 Millionen Franken. Die Halle alleine schlägt mit 121,8 Millionen Franken zu Buche. Die Olma investiert Eigenmittel von 28,4 Millionen Franken, 105 Millionen Franken kommen aus einem Bankdarlehen, Stadt und Kanton St.Gallen steuern 30 Millionen bei.

Die restlichen 14 Projekte des Architektur-Wettbewerbs werden ab dem 1. April bis 14. April öffentlich ausgestellt. In der Olma Halle 1.2 von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr können die Projekte bestaunt werden.

 

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 28. März 2019 11:05
aktualisiert: 28. März 2019 15:19