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Coronavirus

SP kritisiert: Zu wenig Corona-Tests im Kanton St.Gallen

4. Januar 2021, 14:12 Uhr
Im Kanton St.Gallen werde zu wenig getestet, die Positivitätsrate liege deshalb über dem Schweizer Durchschnitt. Dies kritisiert die SP in einem neuen Vorstoss und vergleicht dabei die Situation mit derjenigen im Kanton Zürich.
In einem neuen Vorstoss kritisiert die SP-Fraktion, dass im Kanton St. Gallen zu wenig getestet werde. Deshalb liege die Positivitätsrate so hoch. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

Der Kanton Zürich verfüge über verschiedene Testzentren, schrieb SP-Fraktionschefin Bettina Surber in einer am Montag veröffentlichten einfachen Anfrage. Die Termine könnten dort online gebucht werden und es werde auch am Wochenende getestet. Weiter gebe es in über 50 Apotheken die Möglichkeit für Schnelltests. In diesem Kanton sei die Positivitätsrate Ende Dezember auf 11,5 Prozent gesunken.

Im Kanton St.Gallen liege sie hingegen bei 25 Prozent und damit erheblich über dem Schweizer Durchschnitt. Dies lasse vermuten, dass zu wenig getestet werde. Im Vergleich zu anderen Kantonen habe St.Gallen wenig unternommen, um Schnelltests zu ermöglichen. Die auf der Homepage publizierte Liste mit den Testmöglichkeiten sei «mit Sicherheit unvollständig». Aufgeführt würden dort elf Apotheken. Es gebe aber auch Arztpraxen, in denen Schnelltests angeboten würden.

Testen am Wochenende unklar

Bei der Bekämpfung der Pandemie «ist es von essenzieller Bedeutung, dass Infektionen mit dem Coronavirus möglichst rasch erkannt werden», heisst es im Vorstoss. Im Kanton St.Gallen sei aber unklar, wieweit auch am Wochenende Testen möglich sei.

Die SP-Fraktion will nun wissen, ob im Kanton eines oder mehrere Testzentren geplant seien und ob die Regierung bereit sei, die bestehenden Angebote für Schnelltests in Apotheken oder Arztpraxen vollständig zu erfassen und auf eine Erweiterung der Möglichkeiten hinzuwirken.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. Januar 2021 14:09
aktualisiert: 4. Januar 2021 14:12