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Steuern in St.Gallen bleiben gleich

Christine König, 24. September 2015, 15:20 Uhr
Die St.Galler Regierung rechnet für 2016 mit einem dicken Minus. Trotzdem werden die Steuern nicht erhöht: der Steuerfuss bleibt bei 115 Prozent. Schlechte Nachrichten für die Kantonsangestellten: Es gibt keine allgemeine Lohnerhöhung.
St.Gallen belässt den Steuerfuss trotz angespannter Finanzlage.
© (KEYSTONE/Christian Beutler)

Der Regierungsrat St.Gallen budgetiert für 2016 ein Minus von 33.7 Mio. Franken. Ohne Bezüge aus dem Eigenkapital wäre das Minus aber nochmals deutlich höher (76.3 Mio. Franken). Die finanzielle Lage sei nach wie vor angespannt, schreibt die Staatskanzlei in einer Mitteilung. Nicht zuletzt wegen «zahlreicher Unsicherheiten». Zu diesen zählen Geschäfte auf der Bundesebene, die den kantonalen Haushalt belasten könnten (Bundesfinanzausgleich oder die Unternehmenssteuerreform III).

Steuern bleiben gleich - aber auch Löhne

Trotz der «angespannten Lage» verzichtet der Regierungsrat auf eine Steuererhöhung. Nach den drei Sparpaketen der letzten Jahre sei die Stabilisation der Finanzlage weiterhin auf Kurs. Nicht vorgesehen sind im Budget 2016 allgemeine Lohnerhöhungen. Lohnanpassungen gibt es nur bei einem Stufenanstieg.

Voraussichtlicher Gewinn 2015

Gut sieht die laufende Rechnung aus. Der Kanton St.Gallen rechnet mit einem Plus von rund 80 Mio. Franken. Das ist über 100 Mio. besser als budgetiert. Im Wesentlichen ist dies auf die nicht budgetierte Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zurückzuführen. Von der SNB wandern rund 81 Mio. Franken nach St.Gallen. Für 2016 ist die Gewinnausschüttung der SNB wieder im Budget. St.Gallen rechnet mit 20 Mio. Franken.

Detaillierte Zahlen zum St.Galler Budget 2016 gibt es hier.

Christine König
Quelle: cas
veröffentlicht: 24. September 2015 12:59
aktualisiert: 24. September 2015 15:20