BandXost

Viel Liebe, Beats und Bass

Stefanie Rohner, 1. Dezember 2019, 12:23 Uhr
BandXost - ein Contest, der Bands und Künstler gegeneinander antreten lässt und doch ein faires Miteinander ist. Das Finale in der Grabenhalle in St.Gallen brachte vielschichtige Musik, viel Freude und altbekannte Gesichter.

Das Bühnenlicht flackert, die Hände sind zittrig, die Stimmen und Instrumente parat. Sobald die Moderatoren - Raoul Hüppi und Jasmin Barbiero - die Künstlerinnen und Künstler ansagen, gilt es ernst. Dennoch heisst es wie immer am BandXost: Spass am Musizieren zu haben und die Bühne zu rocken. Wie das Publikum reagiert, ist immer eine Überraschung, genau so wie die Musik der Bands es für die Zuhörerinnen und Zuhörer ist. 

Laut Céline Fuchs, Projekt- und Produktionsleiterin des BandXost, hatten die Künstlerinnen, Künstler und Bands dieses Jahr ein besonders hohes Niveau, so hoch wie noch nie. «Es war schwer, zwischen den 60 Teilnehmenden auszusuchen. In der Sparte, in der sie Musik machen, haben wir die Besten der Besten ausgesucht. Was mich stolz macht, ist, dass dieses Jahr besonders viele Frauen am Start sind - ohne dass wir das bewusst gesucht haben», sagt Fuchs. Von Hip-Hop über Pop, bis hin zu Singer-Songwritern und Elektro habe es alles dabei. 

«Das Gesamtpaket ist grossartig»

Und sie soll recht behalten: Die Acts überzeugen das Publikum, viele haben ihre eigene Fanbase dabei. Und auch diejenigen, die gekommen sind, um sich überraschen zu lassen, zeigen sich begeistert. «Wir freuen uns, neue Bands zu entdecken und zu tanzen. The Oskars haben uns sehr gut gefallen, wir mögen Bands, die Pep haben», sagen Soraya, Enea und Linda.

Pep, das haben alle Teilnehmenden, man hört und sieht die Begeisterung zur Musik. Die Jury, so kann man sagen, hat wie immer das schwerste Los: herauszufinden, wer das Rennen macht. Die acht Künstlerinnen, Künstler und Bands geben alles und alle schaffen es, das Publikum zu packen. «Das Gesamtpaket ist grossartig, wir haben selbst schon mitgemacht an diesem Contest, der ist grossartig. Wir sind nun zum ersten Mal als Besucher am Finale. Gerne hätten wir mehr Rock und Elektro gehört», sagen Euricatim und Killyan aus Frauenfeld.

Letztjährige und diesjährige Sieger

Mit jedem Auftritt steigt die Spannung. Wer gewinnt das BandXost 2019? Das Publikum ist geteilter Meinung, doch oft fällt der Name «Mischgewebe», ein Duo aus Elektro und Gesang, sehr treibend und mitreissend. Doch auch die anderen Acts wie Ludmilla, The Oskars oder Any Sabadi überzeugen. Bevor klar wird, wer das Rennen macht, gesellt sich ein bekanntes Gesicht auf die Bühne: Riana, die im vergangenen Jahr gewonnen hat, tritt auf, gemeinsam mit The Rule. Für sie war es seither ein spannendes Jahr mit vielen Konzerten und Festivalauftritten. Dann wird es ernst, Raoul Hüppi und Jasmin Barbiero betreten die Bühne, gemeinsam mit der Musik-Jury. Es knistert im Publikum, hinter der Bühne wohl noch mehr. Und dann ist klar: «Mischgewebe» sind die Sieger. Strahlend und überwältigt nehmen sie den Preis entgegen, das Publikum tobt.

Das sind die Gewinner des BandXost 2019: «Mischgewebe» mit Bill Bühler und Melanie Danuser.

© FM1Today/Stefanie Rohner

Von der Rundbürste zum Mikrofon

«Mischgewebe» sind Melanie Danuser und Bill Bühler, beide 23 Jahre alt. Die beiden machen unabhängig voneinander schon lange Musik, durch ein Tanztheater machten sie erstmals gemeinsame Sache. «Der Auftritt war toll, wir hatten ein super Publikum, das zu hundert Prozent abgegangen ist», sagen Bill und Melanie. Die Freude über den Sieg ist gross, noch grösser aber die Freude am Austausch mit den anderen Musikern während des Contests. «Der Austausch war grossartig, es war ein Miteinander», sagen die beiden. 

Diejenigen, die den Auftritt gefeiert haben, dürfen sich freuen: Ein Album der beiden ist nicht weit. «Wir dropen das bald, es ist fast schon durchgebacken», sagt Melanie. Nach zwei Jahren gemeinsamen musikalischen Weges, ist es den beiden gelungen, die BandXost-Jury und das Publikum zu überzeugen. «Früher habe ich in meine Rundbürste gesungen, nie aber vor Menschen. Das ist aber viel geiler», sagt Melanie. 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 1. Dezember 2019 07:45
aktualisiert: 1. Dezember 2019 12:23