St.Galler Rheintal

Visionäre Gemeindepräsidenten: Rheintal soll bis 2040 zur Stadt werden

Marian Märki, 10. Juni 2022, 18:53 Uhr
Die Gemeindepräsidenten des oberen Rheintals haben sich vergangene Woche zur Klausur getroffen und über die künftigen Herausforderungen und Möglichkeit der Zusammenarbeit gesprochen. Herausgekommen ist eine visionäre Lösung: Sie wollen, dass sich sämtliche Gemeinden des St.Galler Rheintals zu einer Stadt vereinigen.
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Quelle: tvo

Die Gemeindepräsidenten und Gemeindepräsidentin der oberen Rheintalgemeinden Rüthi, Oberriet, Eichberg, Altstätten, Marbach und Rebstein trafen sich vergangene Woche zu einer gemeinsamen Strategiesitzung, um die künftigen Herausforderungen zu analysieren und gemeinsame kooperative Lösungen zu besprechen.

Dabei kamen sie auf einen visionären Lösungsansatz, wie sie in einer gemeinsamen Medienmitteilung schreiben. «Bis ins Jahr 2040 sollen sich sämtliche Gemeinden im Rheintal zur Stadt Rheintal vereinigen», erklärt Ruedi Mattle, Stadtpräsident von Altstätten, gegenüber FM1Today.

Strukturen vereinfachen

Die Idee habe klare Vorteile. Ein Grossteil der Herausforderungen könnte übergreifend besser gelöst werden und die meisten Einzellösungen und unzählige Koordinationen würden ganz wegfallen. Auch die zahlreichen Zweckverbände könnten aufgelöst werden. Zudem wäre es dann die grösste Stadt im Kanton St.Gallen. So würde die Region gegenüber dem Kanton und auch gegenüber dem Bund an Gewicht gewinnen, so Mattle weiter. Auch verkehrliche Probleme und Fragen der Raumplanung könnten über die heutigen Gemeindegrenzen hinweg geplant und gelöst werden.

Noch keine konkreten Schritte geplant

Mattle betont gegenüber FM1Today, dass es sich bisher nur um eine Idee handle. Konkrete nächste Schritte seien noch keine geplant. «Wir haben den Vorschlag nun in die Runde geworfen und schauen, wie die Reaktionen ausfallen», so der Altstätter Stadtpräsident. Zudem müssten die Gemeinden des Mittleren und Unteren Rheintals von dieser Idee überzeugt werden. «Wollen wir diese Idee umsetzen, müssen wir dies alle gemeinsam tun», bekräftigt Mattle.

Gutes und Schlechtes aufzeigen

Doch geht durch diese Fusionsidee nicht der Gemeindegeist verloren? Mattle entgegnet, dass es positive und negative Aspekte gebe, er glaube aber, dass es ein Versuch wert sei, die Idee zu verfolgen: «Ich glaube, wir sollten in einem ersten Schritt aufzeigen, was wir dadurch gewinnen und erst dann darüber nachdenken, ob und was wir dadurch verlieren könnten.» Mattle ist sich aber sicher, dass die Vorteile überwiegen würden.

(mma)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 10. Juni 2022 11:34
aktualisiert: 10. Juni 2022 18:53
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