Umfahrungsstrasse

Wil soll vom Durchgangsverkehr befreit werden

24. Juni 2020, 11:53 Uhr
Die geplante zwei Kilometer lange Umfahrungsstrasse wird auf einer Strecke von 300 Metern überdacht. Die Kosten von geschätzt insgesamt 49 Millionen Franken teilen sich Bund, Kanton und Stadt Wil auf.
© Kanton St. Gallen
In Wil ist die Linienführung einer neue Umfahrungsstrasse festgelegt worden. Sie soll Quartiere entlasten und Nachbargemeinden einen besseren Autobahn-Zugang ermöglichen. Das 49 Millionen Franken teure Projekt ist Voraussetzung für das Entwicklungsgebiet Wil West. Baustart ist ab 2027.

Mit der sogenannte «Netzergänzung Nord» entstehe eine wichtige Verkehrsverbindung am Stadtrand von Wil zwischen Bronschhofen, der ebenfalls geplanten Dreibrunnenallee und dem neuen Autobahnanschluss Wil West, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung des Kantons und der Stadt Wil vom Mittwoch.

Der Kanton wird nun das konkrete Bauprojekt erarbeiten, das er 2022 der Stadt Wil vorlegen will. 2023 soll dann der Kantonsrat über das Vorhaben beraten.

Konkret geplant ist eine zwei Kilometer lange Umfahrungsstrasse. Eineinhalb Kilometer werden am Rand der Siedlung zwischen der Zürcher- und der AMP-Strasse gebaut. Auf einer Länge von einem halben Kilometer wird danach die bestehende AMP-Strasse bis zum Knoten Hauptstrasse und von dort in Richtung Norden geführt.

Für den Fuss- und Veloverkehr sind Übergänge geplant. Um das Landschaftsbild zu schützen, wird die neue Strasse auf einer Länge von 300 Metern überdeckt. Der heute eingedolte Dreibrunnenbach soll freigelegt werden.

Voraussetzung für Wil West

Die Kosten werden auf rund 49 Millionen Franken geschätzt. Den grössten Teil trägt der Kanton St.Gallen. Gerechnet wird mit Bundesbeiträgen von 35 Prozent. Die Stadt Wil soll sich an den Ausgaben für die Überdeckung beteiligen. Die genaue Aufteilung der Kosten wird aber erst im weiteren Projektverlauf erarbeitet.

Die Netzergänzung Nord ist Teil der Standortentwicklung Wil West. Die Kantone Thurgau und St. Gallen sowie 22 Gemeinden der Regio Wil wollen in Münchwilen und Sirnach/Gloten auf einer Fläche von rund 20 Hektaren bis zu 3000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. Juni 2020 11:53
aktualisiert: 24. Juni 2020 11:53