Wildschweine verursachen Schäden in Rekordhöhe

Laurien Gschwend, 18. April 2019, 11:15 Uhr
Waren letztes Jahr im Kanton St.Gallen besonders aktiv: Wildschweine.
Waren letztes Jahr im Kanton St.Gallen besonders aktiv: Wildschweine.
© Keystone/DPA/Lino Mirgeler
Wildschweine haben vergangenes Jahr im Kanton St.Gallen so viele Schäden wie noch nie verursacht. Das zeigt die am Donnerstag erschienene Jagdstatistik 2018.

Die Schäden, für die Wildschweine im Kanton St.Gallen im Jahr 2018 verantwortlich sind, betragen über 61'000 Franken. Dies teilt der Kanton St.Gallen am Donnerstag mit. Besonders an der Grenze zum Kanton Thurgau, im Toggenburg und in der Region Werdenberg hätten die Tiere in Wiesen und Äckern gewühlt. 92 Wildschweine wurden im vergangenen Jahr erlegt. Weitere Wildschadenvergütungen in der Höhe von 3400 Franken erhielten die Besitzer von sechs Schafen, die von Wölfen (fünf Fälle) und einem Luchs gerissen wurden.

Wie die St.Galler Jagdstatistik weiter zeigt, befinden sich die Bestände der Gämsen auf einem tiefen Niveau. Hingegen gibt es auf Kantonsgebiet mehr Rothirsche und Wildschweine. «Im Jagdjahr vom 1. April 2018 bis 31. März 2019 erlegten die Jägerinnen und Jäger in St.Gallen unter anderem 3374 Rehe, 848 Rothirsche, 567 Gämsen und 91 Steinböcke», schreibt der Kanton. Im Strassen- und Schienenverkehr kamen mindestens 421 Rotfüchse, 326 Rehe, 186 Dachse und 126 Steinmarder sowie in geringerer Zahl verschiedene andere Arten, darunter auch sechs Biber, ums Leben.

Laurien Gschwend
Quelle: pd/red.
veröffentlicht: 18. April 2019 11:05
aktualisiert: 18. April 2019 11:15