Wurde die Schäferhündin vergiftet?

Laurien Gschwend, 20. März 2019, 17:08 Uhr
Die Malinois-Hündin, ein belgischer Schäferhund, wurde nur neun Jahre alt. (Symbolbild)
© iStock
Treibt in der Region Werdenberg ein Hundehasser sein Unwesen? Am Rheinufer zwischen Sevelen und Weite soll eine Hündin vergiftet worden sein. Der Hundehalter erstattete Anzeige.

«Das ist grausam» – mit diesen Worten meldet sich eine Leserreporterin bei FM1Today. Die Tierschützerin ist überzeugt, dass in der Region Werdenberg ein Hundevergifter unterwegs sei. «Ich habe Kenntnis von zwei Hunden, die in den vergangenen Tagen mit Rattengift vergiftet worden sind und starben.» Der Tierarzt habe nur noch den Tod der Tiere feststellen können, ihre Organe hätten versagt.

Sauer wegen Hundekots?

Ihre Tochter, diese lebe in Azmoos, traue sich mit ihren Hunden kaum noch raus, sagt die Leserreporterin. Es gebe in der Region einige Leute, die den Kot ihrer Hunde liegenlassen. «Aber das ist noch lange kein Grund, die Tiere zu vergiften. Sowas ist eine Schweinerei.»

Kapo weiss von einem Fall

Die St.Galler Kantonspolizei bestätigt auf Anfrage von FM1Today eine mutmassliche Hundevergiftung am Rheinufer zwischen Sevelen und Weite. «Die neunjährige Malinois-Hündin soll am Montag zwischen sieben und acht Uhr etwas Giftiges gefressen haben», sagt Mediensprecher Florian Schneider. Daraufhin habe der Hundehalter aus dem Fürstentum Liechtenstein Anzeige erstattet.

Von einer Serie will Schneider im Gegensatz zur Leserreporterin noch nicht sprechen. «Bei uns ist erst diese eine Meldung eingegangen. Zudem fehlt eine toxikologische Bestätigung.» Die Polizei werde nun vor Ort Abklärungen machen und das Rheinufer nach möglichen Giftködern absuchen. Wer einen Giftköder findet, sollte sich bei der Polizei melden, «statt auf Facebook Eigenrecherche zu betreiben», sagt Florian Schneider.

Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 20. März 2019 16:50
aktualisiert: 20. März 2019 17:08