Suche nach Vermisstem Thurgauer eingestellt

Angela Mueller, 17. November 2017, 09:24 Uhr
Die Suche nach dem vermissten Bergsteiger konnte noch nicht fortgesetzt werden.
Die Suche nach dem vermissten Bergsteiger konnte noch nicht fortgesetzt werden.
© Keystone/Alessandro Della Bella
Seit Montag suchten Rettungskräfte im Säntisgebiet nach dem 25-jährigen Bergläufer aus dem Thurgau. Am Donnerstagabend wurde die Suche eingestellt, bis sich die winterlichen Verhältnisse markant verbessern.

Als sich der 25-jährige Thurgauer am Sonntagabend nicht meldete und auch nicht zu Hause war, schlug der Bruder Alarm. Der Thurgauer Berggänger wurde von den Familienangehörigen bei der Polizei als vermisst gemeldet. Mit sämtlichen möglichen Hilfsmitteln wurde der Vermisste gesucht. Am Donnerstagabend haben die Einsatzkräfte beschlossen, die Suche abzubrechen, wie die Kantonspolizei Thurgau mitteilt. Der Grund sind die schwierigen Verhältnisse im Suchgebiet: Die Lawinengefahr ist am Säntis-Nordhang gross.

Weitere Suche eventuell bis Frühsommer unmöglich

«Es wurden sämtliche technischen und taktischen Hilfsmittel unter Berücksichtigung des topographischen Einsatzgebiets und der anhaltenden Witterungsverhältnisse eingesetzt. Doch am  Donnerstagabend musste die Einsatzleitung feststellen, dass diese ausgeschöpft sind», schreibt die Kantonspolizei Thurgau. Sobald sich die Situation im Gebiet markant verbessert, werden weitere Möglichkeiten für eine erneute Suche geprüft. Bei den derzeitigen stark alpinwinterlichen Verhältnissen kann dies durchaus bis zum Frühsommer 2018 dauern, schreibt die Polizei. Daraus lässt sich schliessen, dass die Rettungskräfte nicht davon ausgehen, dass der Thurgauer noch lebt.

Alpine Rettung, Drohnen und Lawinen-Suchhunde

Das Fahrzeug des Vermissten wurde am Sonntag kurz vor Mitternacht auf einem öffentlichen Parkplatz auf der Schwägalp gefunden. Am Montagmorgen begann im Säntis-Gebiet die Suche durch Patrouillen der Alpinen Rettung Schweiz (ARS). Nebst den erfahrenen Gebirgsspezialisten waren verschiedene Polizeikorps, die Rega sowie Drohnenspezialisten im Einsatz. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch Lawinensuchhunde der ARS und dem Helikopter der Kantonspolizei Zürich.

Die Polizei warnt:

Aufgrund der anhaltenden, erheblichen Lawinengefahr am Nordhang des Säntis raten die Alpine Rettung Schweiz sowie die involvierten Kantonspolizeien dringend von privaten Suchen im genannten Gebiet ab.

Angela Mueller
Quelle: red.
veröffentlicht: 17. November 2017 07:50
aktualisiert: 17. November 2017 09:24