Pfaditreffen in Amriswil

800 Pfadis reisen ins Morgenland

Fabienne Engbers, 16. September 2019, 12:19 Uhr
Katre 2019 in Amriswil
An verschiedenen Posten stellen die Pfadis ihr Können unter Beweis, beispielsweise im Kartenlesen.
© Tagblatt/Reto Martin
Kamele, Beduinenzelte und der Palast des Sultans lockten dieses Wochenende rund 800 Pfadis an das Kantonale Treffen in Amriswil. Der Wettkampf für die Jugendlichen dauerte zwei Tage, die besten Wölfli, das sind die jüngeren Pfadis, wurden am Sonntag gekürt.

Ein kurzer Wochenendtrip ins Morgenland gefällig? Den unternahmen die Thurgauer Pfadfinderinnen und Pfadfinder dieses Wochenende ins Sultanat «Falk-Al-Stein». Statt über die Landesgrenzen hinaus führte ihr Weg nach Amriswil. Dort begrüsste der Sultan die rund 800 Kinder, Jugendlichen, Leiterinnen und Helfer und ersuchte sie um Hilfe.

Messen im spielerischen Wettkampf

In den jeweiligen Altersstufen (Biber, Wölfe, Pfadis, Pios) messen sich am jährlich stattfindenden Kantonalen Treffen (Katre) die Pfadiabteilungen aus dem gesamten Kanton Thurgau untereinander.

Für die älteren Kinder und Jugendlichen beginnt der Wettkampf bereits am Samstag, die jüngeren Kinder bestreiten den Kampf um das beste Rudel jeweils am Sonntag.

Die ältesten Teilnehmer, die Pios, durften - auf der Suche nach der Wunderlampe einer Prinzessin - in einer Höhle bei Zihlschlacht übernachten.

«Am Katre treffe ich viele Freunde»

Nebst dem spielerischen Wettkampf, bei welchen die Teilnehmer ihre Pfaditechikkenntnisse und sportlichen Fähigkeiten unter Beweis stellten, ist am Katre auch der gesellige Teil wichtig.

Viele Kinder und Jugendliche, aber auch die erwachsenen Leitungspersonen, haben Pfadi-Freunde aus dem ganzen Kanton, welche sie in Lagern oder Ausbildungskursen kennengelernt haben. Der Katre bietet eine Gelegenheit, diese Freundschaften zu vertiefen. «Am Katre treffe ich alle Pfadi-Freunde aus dem Kanton, oft sehe ich sie nur ein paar Mal im Jahr», sagt Pfadileiterin Tweety.

Immenser Aufwand für zwei Tage

Wer dieses Wochenende in Amriswil ins Morgenland eintauchte, sah, welch grossen Aufwand die Organisatoren betrieben haben, um den Pfadis eine tolle Atmosphäre zu bieten. Auf dem Lagerplatz standen nebst einem grossen Sultanpalast auch viele kleine Zelte, in welchen am Samstag die grossen, am Sonntag dann die kleinsten Pfadis, die Biber, mit Spieleposten unterhalten wurden. «Wir haben drei volle Tage zum Aufstellen und Einrichten des Lagerplatzes gebraucht», sagt Eveline Angehrn v/o Slaja. Sie ist OK-Mitglied.

Unter anderem waren am Sonntag auch zwei Kamele unterwegs durch das Morgenland. «Ausserdem waren viele Besucher zu Gast, welche ihre Kinder oder Grosskinder unterstützen oder es waren einfach Nachbarn, die gwundrig waren», sagt Slaja.

Katre verlief ohne Zwischenfälle

Die Reise ins Morgenland verlief ohne grössere Verletzungen. «Ausser ein paar Kindern, die sich in den Finger schnitten, hatten wir keine Zwischenfälle», sagt Slaja. Bei 800 tobenden und raufenden Kindern und Jugendlichen und rund 200 Leitern und Helferinnen sei das sehr erfreulich.

Bereits am Sonntagnachmittag, als alle Kinder wieder auf dem Nachhauseweg waren, hat das grosse Abbrechen begonnen. Am Montag soll dann schon nichts mehr an die kurzzeitige Pfadi-Oase mitten in Amriswil erinnern.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 16. September 2019 12:19
aktualisiert: 16. September 2019 12:19