Halloween

Ein ruhiger Abend, ausser im Thurgau

Fabienne Engbers, 1. November 2019, 10:20 Uhr
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Unbekannte haben einen Knallkörper in einer Frauenfelder Turnhalle gezündet.
© Beat Kälin
Der Halloween-Abend verlief für die meisten Kantonspolizeien der Ostschweiz ruhig. Lediglich im Thurgau mussten die Beamten mehrere Male ausrücken, unter anderem wegen Unbekannten, die mit einem Knallkörper einen Brand in einem Frauenfelder Schulhaus entfachten.

Hausfassaden voller Eierschalen, in WC-Papier eingewickelte Autos und Senf unter der Türfalle: Die Halloween-Nacht war früher für Jugendliche eine Gelegenheit, unter einem Alibi Blödsinn zu treiben. Die Kantonspolizeien verzeichneten dieses Jahr allerdings wenige Meldungen, einzig im Thurgau musste die Polizei vermehrt ausrücken.

Knallkörper in Turnhalle führen zu Brand

In Frauenfeld haben Unbekannte im Zuge von Halloween vermutlich einen Knallkörper in einem Gang in der Turnhalle Reutenen gezündet. Dadurch brach ein kleiner Brand aus.

Die Stadtmusik, welche zur Zeit des Zündens des Knallkörpers probte, konnte den Proberaum problemlos verlassen.

In Sulgen, Romanshorn und Amriswil schmissen die Halloweengänger Eier an Hausfassaden, ausserdem wurden in zwei Fällen auch Eier auf fahrende Autos geworfen. «Ansonsten war es aber relativ ruhig», sagt Michael Roth, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Anzeige wurde bislang noch nicht erstattet.

Ruhige Nacht im Appenzellerland und in St.Gallen

Auch sehr ruhig verlief die Nacht in den beiden Appenzell. Weder im Ausserrhoden, noch in Innerrhoden erhielt die Polizei Meldungen wegen Halloweenkindern. Es sei in den letzten Jahren immer ruhiger geworden, sagt die Kantonspolizei Innerrhoden.

Weil die Kantonspolizei St.Gallen eine starke Präsenz zeigte, war es auch hier eher ruhig. Viele Jugendliche hätten Halloween gefeiert. Weil die Beamten aber aktiv Jugendliche kontrollierten und ermahnende Gespräche führten, konnten Sachbeschädigungen verhindert werden. Entgegen früherer Jahre wurde bislang noch keine Strafanzeige eingereicht. Allerdings könnte sich dies im Verlaufe des Tages noch ändern, da viele Leute die Schäden oft erst bemerken, wenn es hell wird.

So viele Meldungen wie seit Langem nicht mehr

Auch im Kanton Graubünden ging es ruhig zu und her – im Vergleich zu den Vorjahren sind allerdings mehr Beschwerden bei der Polizei eingegangen. In Trimmis bei Chur rückte die Polizei wegen Jugendlichen aus, die Krach machten, in Davos wurde mit Eiern geworfen.

Zwei Meldungen – das ist ein Rekord im Vergleich zu den Vorjahren. In den letzten fünf Jahren gingen gesamthaft drei Meldungen wegen Halloween ein, sagt Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden.

40 Einsätze in Zürich

Weniger ruhig ging es im Kanton Zürich zu und her. Zwischen 16 Uhr und Mitternacht mussten die Beamten rund 40 Mal ausrücken. Der Grossteil der Meldungen wurde wegen Eiern an Fassaden gemacht.

In Zumikon randalierten rund 30 Jugendliche, steckten einen Container in Brand und bewarfen die Beamten mit Eiern und Steinen. Die jugendlichen wurden kontrolliert, ihnen wurden Eier, Rasierschaum und Feuerwerkskörper abgenommen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 1. November 2019 09:02
aktualisiert: 1. November 2019 10:20