Thurgau

Entlassungen bei Holidaycheck – «Der Schaden für den Thurgau ist gross»

12. August 2020, 08:09 Uhr
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Quelle: tvo

Die Coronakrise trifft die Reisebranche schwer. Nun gibt der Reiseunternehmer Holidaycheck bekannt, 100 Stellen zu streichen. Dies betrifft auch den Standort in Bottighofen, wo die Hälfte der Belegschaft arbeitet.

Es dürften rund 100 Stellen sein, die das internationale Reiseunternehmen Holidaycheck auf Ende Jahr streichen wird. Die Hauptniederlassung befindet sich im Thurgau, in Bottighofen, wo rund die Hälfte der Belegschaft arbeitet, schreibt das «Handelsblatt». Für den Leiter des Thurgauer Wirtschafts- und Arbeitsamtes, Daniel Wessner, ist dies ein herber Schlag. «Wir bedauern es sehr, dass es zu Entlassungen kommt. Einerseits tut es uns für jede einzelne betroffene Person Leid, andererseits bedeutet dies auch ein grosser Schaden für den Wirtschaftsstandort Thurgau.»

Als Freizeitprojekt gestartet

Das Unternehmen Holidaycheck startete im Jahr 2000 als Freizeitprojekt, im 2004 wurde die Firma gegründet und entwickelte sich zu einem der grössten Reiseportale im Raum Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dass es dem Unternehmen schlecht geht, überrascht nicht. «Die Tourismusbranche ist wegen den Corona-Massnahmen sehr stark angeschlagen. Holidaycheck ist nicht das einzige Reise-Unternehmen in der Schweiz, das Restrukturierungen angekündigt hat», sagt Wessner gegenüber TVO.

Weitere Entlassungen im Herbst befürchtet

Und auch die Zukunft sieht düster aus: «Leider müssen wir damit rechnen, dass dies nicht die letzte Massenentlassung im Thurgau bleibt.» Beim Amt für Wirtschaft und Arbeit geht man davon aus, dass es im Herbst und Winter zu weiteren Restrukturierungsmassnahmen bei Grossfirmen kommen wird.

Zurzeit läuft bei Holidaycheck noch das Konsultationsverfahren, in dem Mitarbeitende Vorschläge einbringen können, wie die Entlassungen verhindert werden können. Erst danach wird klar, wie viele Personen im Thurgau vom Stellenabbau beim Reiseportal betroffen sein werden. Dann sei es wichtig, dass die RAV die Betroffenen gut betreuen werden, sagt Wessner.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 11. August 2020 21:10
aktualisiert: 12. August 2020 08:09