Kreuzlingen

Gibt es beim Seenachtsfest künftig kein Feuerwerk mehr?

13. Februar 2020, 07:17 Uhr
Kaum wegzudenken: Feuerwerke an Seenachtsfesten – wie hier in Kreuzlingen. (Archivbild)
© Thurgauer Zeitung
Die Grünen hoffen am Seenachtsfest auf eine Drohnenshow statt ein Feuerwerk und haben die Petition «Feuerwerk begrenzen» lanciert. Für den Geschäftsführer des Seenachtsfests Fantastical kommt das nicht in Frage, wie er im Interview mit dem «Tagblatt» sagt.

Was halten Sie davon, dass die Grünen mittels Petition das Abbrennen von Feuerwerk begrenzen wollen?

Thomas Gut: Ich verstehe, dass man über kleine Feuerwerke diskutiert. Es stellt sich schon die Frage, ob an jedem Hochzeitsfest noch ein Feuerwerk gezündet werden muss. Aber das, was wir machen, ist nicht einfach ein Feuerwerk, sondern Kunst.

Dann werden die Besucher des Fantastical keine Drohnenshow statt eines Feuerwerks zu sehen bekommen.

Nein, das kommt für uns nicht in Frage.

Weshalb nicht?

Einerseits ist eine grosse Drohnenshow teuer. Von der Stadt Zürich weiss ich, dass diese einen sechsstelligen Betrag investiert hat. Andererseits geht es um die Emotionen.

Inwiefern?

Ich war am Züri-Fäscht dabei und habe im Anschluss mit Besuchern gesprochen. Deren Begeisterung hielt sich in Grenzen. Es ist ein wenig, als hätte man eine Rockband ohne Schlagzeug und Gitarre. Wir werden unseren Schlagzeuger und Gitarristen sicher nicht entlassen.

Sie sehen das Fantastical als Rockband?

Unsere Aufgabe ist es in erster Linie, die Menschen in einem qualifizierten Rahmen zusammenzubringen. Das tun wir mit einer Strahlkraft weit über die Region hinaus. Von 98 oder 99 Prozent unserer Besucher erhalten wir sehr gute Rückmeldungen. Dementsprechend sehe ich das Fantastical schon als eine Art Rockstar.

Was Petitionär Jost Rüegg zum Thema Feuerwerk sagt, liest du im «St.Galler Tagblatt»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 13. Februar 2020 07:18
aktualisiert: 13. Februar 2020 07:17