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Homophob: Thurgauer EVP-Jungpolitiker erhält Strafbefehl

6. Januar 2021, 18:09 Uhr
Feindseeliger Tweet gegen Regenbogenfamilien – Thurgauer EVP-Jungpolitiker muss Konsequenzen für sein Handeln tragen.
© Keystone (Archiv)
Mit einem Twitterbeitrag hat sich ein Thurgauer Jungpolitiker dagegen ausgesprochen, dass gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren. Dies könne bei solchen Paaren Pädophilie fördern. Nun muss er die Folgen für den homophoben Tweet tragen.

Den äusserst geschmacklosen Tweet hatte der 18-Jährige vergangenen September veröffentlicht. Dieser löste einen Shitstorm aus und der Jungpolitiker wurde aus der EVP geworfen. Im Bezirk Weinfelden war er im Vorstand der Partei aktiv gewesen. 

Inzwischen hat der junge Mann auch Post von der Staatsanwaltschaft Bischofszell erhalten, wie der «Tagesanzeiger» berichtet. Mit seinem Tweet stelle er «homosexuelle Menschen mithin als minderwertige Menschen dar», zitiert die Zeitung aus dem Strafbefehl. Damit trage er zu «einem feindseligen Klima» bei. Deshalb spreche die Staatsanwaltschaft eine bedingte Geldstrafe von über 1500 Franken aus. Er müsse zudem eine Busse, die Verfahrensgebühr und Untersuchungskosten von insgesamt 723 Franken bezahlen. 

Noch ist der Strafbefehl nicht rechtskräftig, der ehemalige Jungpolitiker werde diesen wohl nicht akzeptieren. 

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 6. Januar 2021 18:09
aktualisiert: 6. Januar 2021 18:09