Pöbeleien und Krawall

Kriminalität an Thurgauer Bahnhöfen: Diese Massnahmen sollen helfen

08.02.2024, 05:40 Uhr
· Online seit 08.02.2024, 05:35 Uhr
Aufgrund steigender Kriminalität haben sich die ÖV-Haltestellen in Amriswil, Arbon, Romanshorn und Weinfelden zu den Sorgenkindern der Behörden gemausert. Mit unterschiedlichen Massnahmen sollen eingeschlagene Autoscheiben und das Anspucken von Buschauffeuren in Zukunft zu verhindert werden.

Quelle: TVO

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Der Busbahnhof Arbon ist in den vegangenen Tagen in die Schlagzeilen geraten. Grund dafür sind drei Männer, die sich dort fast täglich aufhalten und das Busfahrpersonal anpöbeln, bedrohen oder gar bespucken, wie die «Thurgauer Zeitung» berichtet.

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Die Missstände haben den Arboner Lukas Auer auf den Plan gerufen. Als Gewerkschafter fordert einen besseren Schutz der Chaufeurinnen und Chauffeuren. Mit der Brille des Stadtparlamentariers betrachtet, findet er aber die Sicherheit des Busbahnhofes im Allgemeinen zentral. «Was passiert, wenn Fahrgäste oder andere Personen angegriffen werden», fragt er.

Amriswil setzt auf Kameras

Eine Videoüberwachung – so wie jene, die bald in Amriswil kommen soll – wäre ein Wunsch des Buspersonals. In Amriswil griff man zu diesem Mittel, weil sich die Gewalttaten rund um den Bahnhof häuften.

Eigentlich sei dies Sache der SBB, betont der Amriswiler Stadtpräsident Gabriel Macedo. «Die Stadt ist hier aber eingesprungen, damit wir die Kameras möglichst schnell bekommen», fügt er an. Die Kameras sollten bis Ende Februar installiert werden. Das Interessante: Seit der Ankündigung der Kameras ist es bereits deutlich ruhiger geworden.

Sicherheitsdienst in Romanshorn, Skepsis in Weinfelden

Auch in Romanshorn kam es in den vergangenen Monaten zu Vorfällen. Grossen Handlungsbedarf sieht die Stadt aber nicht. Die Sicherheitslage am Bahnhof sei zurzeit «unauffällig», teilt das Amt für Sicherheit der Stadt Romanshorn schriftlich mit. Dazu beitragen würden Massnahmen wie der von der Stadt beauftragte Sicherheitsdienst sowie die Präsenz der Kantonspolizei.

In Weinfelden setzt man auf eine ähnliche Strategie. Ob es aber tatsächlich die Massnahmen der Stadt sind, welche zur Beruhigung beitragen, sei nicht ganz klar, erklärt Silvan Frischknecht, Leiter Amt für Sicherheit der Stadt Weinfelden. Es könne auch reiner Zufall sein, da es in den anderen vergleichbaren Städten im Kanton immer wieder zu Vorfällen kam. Er fügt aber an: «Wenn es mit den Massnahmen zusammenhängt, ist es super.»

(red.)

veröffentlicht: 8. Februar 2024 05:35
aktualisiert: 8. Februar 2024 05:40
Quelle: TVO

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