Maturanden können nicht direkt in Sommer-RS

21. November 2017, 10:23 Uhr
Wer im Kanton Thurgau eine Mittelschule besucht und gleich nach der Maturaprüfung in die Sommer-RS einrücken will, kann das bald nicht mehr. Die Sommer-RS beginnt im 2018 eine Woche früher.
Die Armee hat keine Ahnung, ob unter den Rekruten Extremisten sind.
© Keystone/Symbolbild

Eigentlich ist bis jetzt alles perfekt aufgegangen: Thurgauer und Thurgauerinnen, die gleich nach der Maturaprüfung in die Sommer-RS wollten, konnten das. Da die Prüfungen und die Maturafeier noch vor dem Termin zum Einrücken waren. Im nächsten Jahr ist das anders. Im Jahr 2018 wird die RS um eine Woche vorverschoben.

Prüfungen sollen verschoben werden

Statt wie dieses Jahr um den 3. Juli startet die RS im nächsten Jahr beispielsweise in Romanshorn bereits am 25. Juni 2018. Maturanden sind so gezwungen, die RS aufzuschieben und allenfalls später ihr Studium deswegen zu unterbrechen, wie die «Thurgauer Zeitung» schreibt.

Es wurde aber bereits eine Lösung gefunden. Die kantonale Rektorenkonferenz schlägt vor, dass die rund 50 bis 100 Thurgauer Maturanden, die gleich nach der Matura in die RS wollen, die mündliche Maturaprüfungen vorverschieben können. Beschlossene Sache ist das aber noch nicht. Der Regierungsrat muss jetzt darüber entscheiden. Auch ist noch offen, wie das Problem in den folgenden Jahren gelöst wird.

Direkt ins Studium nicht möglich

Die Änderungen sind den Schulen laut Armeesprecher Daniel Reist schon lange bekannt. Die Kantone seien bereits vor drei Jahren informiert worden. Teilweise hätten sie kritisch reagiert, vor allem Zürich. Seither habe man aber nichts mehr gehört.

Direkt von der RS ins Herbststudium kann man so oder so nicht. Die RS, die ab 2018 für alle Rekruten 18 Woche dauert, geht bis Ende Oktober. In den Hochschulen starten die Semester aber bereits Mitte September.

(red.)

 

veröffentlicht: 21. November 2017 10:23
aktualisiert: 21. November 2017 10:23
Anzeige