Mordfälle in der Ostschweiz lösen

23.08.2018, 19:09 Uhr
· Online seit 23.08.2018, 19:02 Uhr
«Crime Sence Game» ist ein neues, mobiles Abenteuerspiel, bei welchem man in die Rolle eines FBI-Agenten schlüpft. Auch in der Ostschweiz kann man nun Mordfälle lösen. FM1Today-Reporterin Vanessa Kobelt hat es ausprobiert.
Vanessa Kobelt
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Thierry Lagrad kommt aus Brüssel, ist 44 Jahre alt und Sohn einer reichen Diplomatenfamilie. Vor allem ist er aber eines: tot. Warum? Das weiss niemand. Ein gelbes Absperrband umgibt den Tatort und der Umriss der Leiche wurde mit Kreide auf dem Boden gezeichnet. Diesen Fall gilt es nun zu lösen – und so startet das Abenteuer «Crime Sence» - eine neue Version des bereits bekannten Abenteuerspiels «Escape Rooms».

Den Tatort inspizieren

«Crime Sence» ist in der Ostschweiz bisher das einzige seiner Art und wird vom Thurgauer Start-up-Unternhemen «Loverock Entertainment» produziert und organisiert. Es ist mobil und kann das Spiel überall aufbauen.

Wir befinden uns mitten im Industriegebiet von Frauenfeld. Ich werde als FBI-Agentin «Eva» im Spiel fungieren und bekomme dafür auch einen neuen Ausweis. Nach ein paar kurzen Einführungen werde ich mit einem Handy ausgestattet – und los geht’s. Ich krieche – so gut es geht - unter dem Absperrband durch und schaue mir den Tatort genau an. Überall sind Strichcodes. Mit einem App (quasi ein Update von Sherlock Holmes' berühmter Lumpe) scanne ich die Codes ein. Und siehe da: Es sind Hinweise! Ein Schuhabdruck, ein goldener Ring und auch ein Fingerabdruck sind mit dabei.

Tipps von Fussgänger

Voller Stolz kehre ich zur Basis zurück, wo ich meine Daten in den Computer laden kann. Schwups spuckt dieser die ersten Verdächtigen aus! Cool, denke ich, und will mich gerade mit den einzelnen Personen befassen - da springt die Türe auf. Die FBI-Chefin Dunja (Projektleiterin des Spiels) steht vor mir und ist völlig ausser Atem. «Eva, ein Fussgänger hat uns so eben ein paar Tipps gegeben! Du musst gleich loslaufen und uns weitere Hinweise bringen.» Schnell werden Koordinaten ausgetauscht und ich mache mich auf den Weg.

Noch mehr Hinweise

Google-Maps sei Dank funktioniert das digitale Kartenlesen ganz gut. Nach einem Spaziergang rund ums Gelände (auch leichtes Joggen kann hilfreich sein, denn die Zeit rennt), befinde ich mich laut Koordinaten am richtigen Ort. Aber wo sind jetzt die Hinweise? Dank vollem Körpereinsatz (okay, ich klettere einfach unter einem Zaun durch) finde ich dann Strichcode um Strichcode – und scanne fleissig weiter.

Hier braucht man Hirnzellen

Zurück in der Basis wird alles dokumentiert – und wir haben bereits ein paar neue Verdächtige. Nun gilt es, das Beweismaterial zu verifizieren. Dazu muss ich einen Schrank öffnen – welcher mit einem Schloss abgesperrt ist. Wie es aufgeht? Es ist eines der vielen Rätsel, die während des ganzen «Crime Sence- Games» noch auf mich zukommen. Verraten werde ich diese natürlich nicht. Nur so viel: Ich musste meine grauen Gehirnzellen ganz schön anstrengen – und ganz gereicht hat es am Schluss nicht.

Etwas ruhiger - dafür spannend

Alleine ist dieses Spiel definitiv nicht zu schaffen, tritt man als Team an, dürfte es jedoch klappen. Mein Fazit: Action-mässig ist es wohl etwas verhaltener als das Abenteuerspiel «Escape Room». Einen grossen Pluspunkt gibt es dafür, dass es zum grossen Teil draussen stattfindet. Selbst Hand anlegen muss man nicht so oft, weil vieles digital stattfindet. Dafür sind die Geschichten der einzelnen Verdächtigen, des Opfers und auch des Mörders gut durchdacht und spannend. Manchmal hat man fast das Gefühl, man sei Teil eines Kinofilms. Ob es am Schluss für ein Happy End reicht, kommt auf den Grips an.

veröffentlicht: 23. August 2018 19:02
aktualisiert: 23. August 2018 19:09
Quelle: kov

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