Wegen Trockenheit

Thurgauer Kraftwerken geht das Wasser aus

2. August 2022, 19:31 Uhr
Niedrigwasser im Bodensee, ausgetrocknete Bäche und Flüsse, die kaum noch welche sind – sie stehen symbolisch für den diesjährigen Hitzesommer. Es regnet so wenig, dass jetzt sogar die Stromversorgung davon betroffen ist. Die Wasserkraftwerke in der Thur produzieren teilweise nur noch 20 Prozent ihrer Kapazität.
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Quelle: TVO

In den letzten Tagen hat es zwar geregnet, die Thur und die Kraftwerke, welche am Fluss liegen, spüren davon wenig. Die Pegel bleiben tief. «Die aktuelle Trockenheit und Hitze machen die Situation auch in der Thur extrem schwierig», erklärt Kaspar Böhi, Geschäftsführer der Thurkraftwerke, gegenüber TVO. 

Abschaltung droht

Böhi verweist auf das Kraftwerk hinter sich. Das Kraftwerk in Bürglen versorgt normalerweise 800 Haushalte mit Strom. Momentan bringt es nur noch einen Drittel der Leistung. Andere Kraftwerke an der Thur bringen gar nur ein Fünftel ihrer Leistung hin. 

Das ist für die Kraftwerke kritisch. «Die Kraftwerke schalten bei etwa 10 bis 15 Prozent ihrer Leistung automatisch ab», warnt Böhi. An diesem Punkt sei mein zwar noch nicht, aber: «Wir sind nah dran.» Böhi hofft, dass es auch nicht dazu kommen wird. 

Sommer zu heiss, Winter zu schneearm

Eines ist sicher: Die Stromproduktion wird unter diesen klimatischen Bedingungen immer schwieriger. Das weiss auch Böhi. Einerseits sei es im Sommer wärmer und trockener. Andererseits werde es im Winter weniger kalt und der Schnee, respektive das Schmelzwasser, fehle. 

Bleiben die Sommer also heiss und trocken und die Winter schneearm, müssen sich die Thurkraftwerke eine Alternative überlegen.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 2. August 2022 19:34
aktualisiert: 2. August 2022 19:34
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