Frauenfeld

Verdeckte Ermittler im Fall Barchetsee-Mord vor Gericht befragt

22.02.2024, 11:38 Uhr
· Online seit 22.02.2024, 11:23 Uhr
Vor dem Bezirksgericht Frauenfeld müssen sich ab Montag zwei Männer wegen Mordes verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, 2007 einen 27-jährigen Ägypter mit mehreren Schüssen getötet und danach mit einem Betonelement im Barchetsee im Kanton Thurgau versenkt zu haben. Am Donnerstag sagten die verdeckten Ermittler bereits vor Gericht aus.
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Die Anklage der Staatsanwaltschaft richtet sich gegen einen 62-jährigen Schweizer und einen 58-jährigen Italiener.

Den beiden Männern wird vorgeworfen, ihr im Kanton Schaffhausen wohnhaft gewesenes Opfer vor 16 Jahren an einen Waldrand in der Nähe von Frauenfeld gelockt zu haben. Dort hätten sie mit einer Pistole mehrmals auf den Mann geschossen, wobei sie den letzten Schuss gezielt auf den Kopf abgaben.

Hinweise aus «Aktenzeichen XY ungelöst»

Die Leiche wurde schliesslich im Barchetsee gefunden. Sie war beschwert mit einem 30 Kilogramm schweren Betonelement.

Lange tappten die Ermittler im Dunkeln. 2018 rollten die Strafverfolgungsbehörden den Fall neu auf. Im März 2022 wandte sich die Kantonspolizei Thurgau in der Fernsehsendung «Aktenzeichen XY ungelöst» an die Bevölkerung.

Informationen nach der Fernsehsendung, umfangreiche Ermittlungen und Observationen führten schliesslich zu den Tatverdächtigen.

Gefordertes Strafmass noch nicht bekannt

Am Donnerstag befragte das Bezirksgericht Frauenfeld verdeckte Ermittler in diesem Fall als Zeugen. Davon wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Am Montag werden die Befragung der Beschuldigten und das Plädoyer der Staatsanwaltschaft erwartet. Diese will das geforderte Strafmass erst dann bekannt geben.

(sda)

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veröffentlicht: 22. Februar 2024 11:23
aktualisiert: 22. Februar 2024 11:38
Quelle: FM1Today

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