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Vaduz gewinnt auswärts gegen GC

Lara Abderhalden, 11. März 2017, 20:31 Uhr
Es ist den Liechtensteiner gelungen: Der FC Vaduz gewinnt auswärts gegen GC mit 1:2. Dank dieses Sieges gelingt es Vaduz Lausanne-Sport zu überholen und auf den 9. Platz in der Super League vorzustossen.

Gegen das Schlusslicht half dem völlig verunsicherten Rekordmeister GC auch die Unterstützung des Unparteiischen nicht zum ersten Erfolgserlebnis seit dem 4. Dezember. Philipp Muntwiler berührte den Ball in der 50. Minute bei einer Rettungsaktion im Strafraum wohl leicht mit dem Arm, eine Absicht konnte dem Vaduzer aber keineswegs unterstellt werden. Das Geschenk hätte die Blockade bei den Zürchern lösen können. Doch angesichts der Entstehung war es nur gerecht, dass Munas Dabbur den Penalty recht kläglich in die Arme von Benjamin Siegrist schoss, der die richtige Ecke wählte.

Dem Versuch fehlte es an Präzision und auch an Entschlossenheit. Er war ein Abbild des Zustands der verunsicherten Mannschaft, von dem sich die als Hoffnungsträger zurückgeholten Zugänge Dabbur und Milan Vilotic anstecken liessen. Dabbur war bis auf den Penalty unauffällig, Vilotic vermochte der Defensive in seinem zweiten Spiel nicht die nötige Stabilität zu geben. In der 75. Minute traf der eingewechselte Ex-Hopper Gonzalo Zarate zum 2:0 für die Vaduzer, die ihrerseits ebenfalls abbauten.

Zu diesem Zeitpunkt agierte das GC-Ensemble noch verunsicherter als schon zu Beginn der kapitalen Partie. Dies auch deshalb, weil sie kurz vor der Pause nach einem Corner durch ein Kopfballtor von Simone Grippo in Rückstand gerieten, und vielleicht auch darum, weil vor der Pause Lucas Andersen (22. Minute), Nemanja Antonov (30.) und Caio (42.) mit ihren Chancen wie Dabbur vom Penaltypunkt scheiterten. Das 1:2 durch Emil Bergström in der 82. Minute leitete keinen Umschwung mehr ein.

Gestohlen war der Vaduzer Sieg nicht. Auch die Gäste besassen schon vor dem Führungstreffer Möglichkeiten. Vor allem Albion Avdijaj hätte in der 39. Minute das 1:0 erzielen müssen. Ein simpler Steilpass hatte genügt, damit er alleine auf Joël Mall losziehen konnte. Anstatt einzuschieben, lupfte er den Ball Richtung Eckfahne.

Das Versäumnis blieb ohne negative Folgen. Der Vaduzer Interimscoach Daniel Hasler, der Anfang Woche den entlassenen Giorgio Contini ablöste, führte die Liechtensteiner nach sieben sieglosen Spielen auf Anhieb in die Erfolgsspur. Der Rückstand auf die Grasshoppers beträgt nur noch einen Punkt. Für GCs zusehends ratloser wirkenden Trainer Pierluigi Tami wird die Lage damit immer ungemütlicher. Vaduz sei kein Schicksalsspiel und jenes in einer Woche in Basel auch nicht, hatte GC-Präsident Stephan Anliker vor der Partie gesagt. Er meinte aber auch: «Es müssen in den kommenden Spielen auch Punkte her.»

Grasshoppers - Vaduz 1:2 (0:1). - 4000 Zuschauer. - SR Amhof. - Tore: 44. Grippo (Corner Costanzo) 0:1. 75. Zarate (Hasler) 0:2. 82. Bergström (Corner Sigurjonsson) 1:2.

Grasshoppers: Mall; Lavanchy, Vilotic, Bergström, Antonov; Pickel (17. Munsy), Brahimi (71. Hunziker); Andersen (46. Bajrami), Caio, Sigurjonsson; Dabbur.

Vaduz: Siegrist; Brunner, Bühler, Grippo, Borgmann; Hasler, Muntwiler, Kukuruzovic (88. Stanko), Ciccone (68. Zarate); Avdijaj, Costanzo (71. Mathys).

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Basic und Sherko (beide verletzt). Vaduz ohne Janjatovic (krank), Pfründer, Strohmaier, Kaufmann und Felfel (alle verletzt). 50. Siegrist hält Handspenalty von Dabbur. Verwarnungen: 9. Brunner (Foul). 41. Costanzo (Foul). 50. Ciccone (Foul). 54. Bühler (Foul). 69. Vilotic (Foul). 90. Dabbur (Unsportlichkeit). 92. Munsy (Foul).

1. Basel 23/60 (63:20). 2. Young Boys 23/45 (54:35). 3. Sion 23/38 (46:38). 4. Luzern 23/35 (47:43). 5. St. Gallen 23/29 (27:33). 6. Lugano 23/28 (30:41). 7. Thun 23/23 (31:43). 8. Grasshoppers 24/23 (30:43). 9. Vaduz 24/22 (31:55). 10. Lausanne-Sport 23/19 (39:47).

Lara Abderhalden
Quelle: SDA
veröffentlicht: 11. März 2017 17:37
aktualisiert: 11. März 2017 20:31