Ruggell

Wurden Kita-Kinder eingesperrt und geschlagen?

9. Februar 2020, 13:02 Uhr
Schwere Vorwürfe gegen eine Kita in Ruggell: Kinder sollen eingesperrt worden sein. (Symbolbild)
© Keystone/DPA/Monika Skolimowska
Gemäss einer betroffenen Mutter hat eine Kindertagesstätte in Ruggell Kinder mehr als schlecht behandelt. Die Kinder sollen in dunkle Räume eingesperrt worden sein, die Betreuer seien komplett überfordert gewesen. Das Liechtensteiner Amt für Soziale Dienste klärt ab.

Eine Mutter berichtet im Liechtensteiner Vaterland, ihr Sohn konnte plötzlich nur noch bei kompletter Beleuchtung schlafen. Das habe sie stutzig gemacht. Ihr Sohn sagte der Mutter, er sei in der Kita in einen dunklen Raum eingesperrt worden.

Handgreiflichkeiten seien keine Seltenheit gewesen

Während die Ruggeller Kita-Leitung verneint, hat offenbar eine ehemalige Betreuerin gegenüber der Mutter gesagt, solche Praktiken würden vermehrt in der Kita angewandt und auch Handgreiflichkeiten würden vorkommen. Die Mutter habe daraufhin die sozialen Dienste eingeschaltet und Anzeige bei der Landespolizei erstattet. 

Zwölf Kinder von einer Person betreut

Eine weitere Mutter erzählte dem Vaterland, die Betreuer und Betreuerinnen seien mit den Kindern völlig überfordert, teilweise sei eine Betreuungsperson für zwölf Kinder verantwortlich. Offenbar kämpft die Kita mit Geldproblemen, weil der Staat sie nicht mehr im gleichen Mass unterstützt.

Kita vorübergehend zu

Offenbar hat die Kindertagesstätte solch massive Finanzierungsprobleme, dass allen Mitarbeitenden gekündigt wurde, die Kita hat den Betrieb eingestellt. Auch die Ombudsstelle für Kinder und Jugendliche sei von den Eltern in den Fall involviert worden, diese habe nun mit allen Parteien gesprochen und werde in den kommenden Tagen einen Bericht veröffentlichen.

(enf)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 16. Dezember 2019 20:51
aktualisiert: 9. Februar 2020 13:02