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Appenzeller sind tauglicher als Bündner

Krisztina Scherrer, 29. März 2019, 14:33 Uhr
In Obwalden sind mit 83,3 Prozent am meisten Stellungspflichtige militärdiensttauglich - das ist der höchste Wert der ganzen Schweiz. Wie fit die Ostschweizer sind, siehst du in unserer Grafik.
Die Armee hat keine Ahnung, ob unter den Rekruten Extremisten sind.
© Keystone/Symbolbild

Das grösste Aufgebot stellte der Kanton Zürich, dort waren über 3400 junge Männer militärdiensttauglich, wie das Verteidigungsdepartement VBS am Freitag mitteilte. Das sind knapp zwei Drittel aller Stellungspflichtigen im Kanton. Den tiefsten Anteil Militärdiensttauglicher wies 2018 der Kanton Wallis mit 58,8 Prozent auf.

Im FM1-Land hat Innerrhoden mit 77,5 Prozent die höchste Diensttauglichkeit. Auf Platz 2 folgt Ausserrhoden. Am tiefsten ist die Diensttauglichkeit im FM1-Land in Graubünden, wo nur 70,8 Prozent als tauglich für Militär oder Zivilschutz eingestuft wurden. Graubünden löst damit St.Gallen ab.

Im Durchschnitt stieg die Militärdiensttauglichkeit im letzten Jahr um 1,1 Prozentpunkte auf 69,5 Prozent. 9,2 Prozent der Stellungspflichtigen wurden als schutzdiensttauglich beurteilt. Die Tauglichkeit betrug damit insgesamt knapp 79 Prozent. Rund 21 Prozent wurden als medizinisch untauglich beurteilt.

Gründe für Militärdienstuntauglichkeit sind verschieden

1727 Stellungspflichtige wurden aus verschiedenen Gründen zurückgestellt. Bei 214 Personen wurde im Rahmen der Personensicherheitsprüfung eine Risikoerklärung erlassen. Damit will die Armee verhindern, dass Personen, die ein mögliches Risiko für sich oder ihr Umfeld darstellen, eine Armeewaffe erhalten.

272 Frauen in der Armee

2018 haben sich 397 Frauen freiwillig der Rekrutierung gestellt. 272 wurden als militärdiensttauglich beurteilt, 34 als schutzdiensttauglich und 31 als medizinisch untauglich. 12 Frauen wurden zurückgestellt, weitere 48 sind entweder nicht eingerückt oder haben ihr Gesuch zurückgezogen.

Insgesamt wurden 2018 in den sechs Rekrutierungszentren 31'411 Stellungspflichtige beurteilt. Das sind über 5000 weniger als im Jahr zuvor. Statt 25'000 wie im Jahr zuvor waren weniger als 22'000 militärdiensttauglich. Ein Grund dafür ist die Armeereform WEA, die einen flexiblen RS-Start bis 25 Jahre ermöglicht. Die Armee rechnet mit einer Stabilisierung in den nächsten Jahren.

Krisztina Scherrer
Quelle: sda/red.
veröffentlicht: 29. März 2019 14:33
aktualisiert: 29. März 2019 14:33