Wirtschaft

Automatische öV-Billette: BLS übernimmt System von Fairtiq

30. Juni 2020, 11:26 Uhr
Das automatische Ticketing soll ermöglichen, dass die Kunden den niedrigsten Preis für die gefahrene Strecke bezahlen.
© Pius Amrein/ Neue Luzerner Zeitung
Das Bahnunternehmen BLS und das Ticketing-Startup Fairtiq werden beim automatischen Ticketing von Konkurrenten zu Partnern. Die BLS gibt ihr eigenes System zu Gunsten von Fairtiq auf.

(agl) Die BLS werde ihre Eigenentwicklung «lezzgo» nicht mehr weiterführen, teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass Teile des Systems künftig in Fairtiq integriert werden. «Die Konkurrenz zwischen den beiden Systemen hat es erlaubt, dass diese Entwicklung wesentlich schneller verlaufen ist, als wenn einer der Player diesen Weg alleine bestritten hätte», heisst es in der Mitteilung weiter.

Nun wollen die beiden Unternehmen aber gemeinsam weitergehen, dies ab dem Fahrplanwechsel im Dezember. Die BLS als zweitgrösstes Schweizer Bahnunternehmen wolle zudem die Belange des automatischen Ticketings in den Schweizer öV-Gremien vertreten. Man wolle weiter daran arbeiten, den Zugang zum öffentlichen Verkehr zu vereinfachen. Sowohl die App «BLS Mobil» als auch die Fairtiq-App werden gemäss der Mitteilung ab Dezember weiterhin mit den gleichen Funktionen zur Verfügung stehen.

Fairtiq arbeitet bereits mit verschiedenen Bahnunternehmen im deutschsprachigen Raum zusammen. So nutzen auch die SBB und die österreichische ÖBB in ihren Apps die Technologie des Unternehmens für automatisches Ticketing. Dabei wird die Fahrt eines Kunden in Echtzeit aufgezeichnet und die App verrechnet danach je nach gefahrener Strecke den Preis, der im Nachhinein ebenfalls automatisch belastet wird.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 30. Juni 2020 11:19
aktualisiert: 30. Juni 2020 11:26