Umweltemissionen

Bundesverwaltung erreicht Klimaziele – Nachholbedarf gibt es bei Flugreisen

11. Dezember 2020, 13:51 Uhr
Künftig sollen die Bundesräte vermehrt mit dem Zug statt mit dem Flugzeug reisen.
© Keystone
Innerhalb des nächsten Jahrzehnts soll die Bundesverwaltung klimaneutral werden. Die Ziele der letzten drei Jahre hat sie mehrheitlich erreicht – ausser bei den Flugreisen.

Die Bundesverwaltung belastet die Umwelt immer weniger. Dies zeigt der sogenannte Umweltbericht, den der Bundesrat am Freitag zur Kenntnis genommen hat. Demnach konnten die Ziele für den Zeitraum 2017-2019 «mehrheitlich erreicht» werden, wie es in einer Mitteilung des Umweltdepartements heisst.

So sei 2019 die Umweltbelastung pro Vollzeitstelle um 35 Prozent gegenüber 2006 gesunken. Die absoluten Treibhausgasemissionen gingen im selben Jahr gar um drei Viertel gegenüber 2006 zurück.

Verbesserungspotenzial bei Flugreisen

Weiter zeige der Bericht, dass sechs der sieben Departemente über den Berichtszeitraum ihre individuellen Ziele erreicht hätten. Einzig das Aussendepartement (EDA) und die Bundeskanzlei hätten ihre Ziele bei der Reduktion der Umweltbelastung nicht oder nur teilweise erreicht. Dafür habe unter allen Departementen das EDA seine Flüge am deutlichsten verringert.

Die grössten Einsparungen konnte die Bundesverwaltung beim Papier (-20 Prozent), bei der Wärme (-11 Prozent), und beim Kehricht (-11 Prozent) tätigen, heisst es in der Mitteilung. Dagegen habe die Belastung der Flugreisen um 2 Prozent zugenommen. Hier verortet der Bericht «Verbesserungspotenzial».

Der Bundesrat plant, künftig seine Flugreisen weiter zurückzufahren. Sein Ziel ist, dass die Magistraten bei Reisezeiten unter sechs Stunden mit dem Zug fahren und auf Langstreckenflügen Economy- statt Business-Klasse fliegen. Bis ins Jahr 2030 soll die Bundesverwaltung vollständig klimaneutral machen.

(dpo)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 11. Dezember 2020 13:36
aktualisiert: 11. Dezember 2020 13:51