Ukraine-Konferenz

Das musst du zum Wiederaufbau-Gipfel in Lugano wissen

4. Juli 2022, 08:27 Uhr
Am 4. und 5. Juli findet in Lugano die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz statt. Die wichtigsten Fakten gibts hier.

Was ist das Ziel der Konferenz?

Ziel der Konferenz ist die Eckwerte für den Wiederaufbau der Ukraine zu definieren. Bundespräsident Ignazio Cassis schreibt auf Twitter dazu: «Wir sind bereit in Lugano gemeinsam mit den beteiligten Akteuren den Wiederaufbau-Prozess international zu lancieren.»

Der Weg zum Wiederaufbau führe über einen breit abgestützten Prozess, sagte Cassis einige Tag vor dem Beginn der Konferenz. In seinem Video-Auftritt am WEF sagte Selenski, die Ukraine stelle sich vor, dass jedes Partnerland eine bestimmte Region oder eine bestimmte Industrie beim Wiederaufbau unterstützen könne.

Wer kommt nach Lugano?

Erwartet werden Vertreterinnen und Vertreter aus rund 40 Nationen und gegen 20 interationalen Organisationen. Die Delegation aus der Ukraine wird von Ministerpräsident Denis Schmyhal angeführt. Die Schweiz wird von Bundespräsident Ignazio Cassis und Simonetta Sommaruga repräsentiert. Angemeldete sind auch die Regierungschefs Tschechiens und Litauens, sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Nicht in Lugano sein wird der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski. Selenski wird laut dem ukrainischen Botschafter in der Schweiz per Video zugeschaltet. Es sei dem Präsidenten aus rechtlichen Gründen nicht erlaubt aus dem Kriegsgebiet auszureisen.

Was ist in den zwei Tagen geplant?

Um 11Uhr wird Bundespräsident Cassis den ukrainischen Ministerpräsidenten Denis Schmyhal begrüssen und die Konferenz eröffnen. Im Verlaufe des ersten Konferenztages sind dann «Break-out»-Sessions zum wirtschaftlichen, sozialen und Infrastruktur Wiederaufbau eingeplant. Die Aufnahme des üblichen Teilnehmer Fotos ist für Dienstagmittag geplant. Enden wird Wiederaufbau-Konferenz mit einer Diskussion zum Wiederaufbau der Privatwirtschaft in der Ukraine.

Wie steht es um die Sicherheit?

Für die Konferenz werden die Strassen rund um das Kongresszentrum und den Stadtpark abgeriegelt. In angrenzenden Strassen wird es Zugangskontrollen geben. Bundespräsident Ignazio Cassis sagt an einer Medienkonferenz vor der Konferenz: «Herumzulaufen und herumzufahren wird erschwert. Ich glaube, das ist zumutbar, wenn man bedenkt, dass die Stadt Lugano überall auf der Welt bekannt wird.» Neben mehreren hunderten Polizisten aus der ganzen Schweiz sind 1600 Soldaten der Schweizer Armee für die Sicherheit am Lago di Lugano verantwortlich.

(oku)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 4. Juli 2022 07:18
aktualisiert: 4. Juli 2022 08:27
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