Wegen der Kosten

Der ÖV-Billett-Verkauf soll so digital wie möglich werden

1. Dezember 2022, 06:47 Uhr
Ein, zwei Klicks auf dem Handy und schon hat man das Zug- oder Bus-Billett gelöst. Geht es nach der Branchen-Organisation Alliance Swiss-Pass soll man ab 2035 nur noch so - also digital - Tickets für den ÖV kaufen können.
Der ÖV-Billett-Verkauf soll so digital wie möglich werden – auch wegen der Kosten, sagt René Schmied, Präsident des Strategierats von Alliance Swiss Pass. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
Anzeige

«Die Alliance Swiss Pass möchte so schnell wie möglich von Investitionen in physische Ticketlösungen wegkommen», sagte René Schmied, Präsident des Strategierats von Alliance Swiss Pass.

Analoger Billett-Verkauf zu teuer

Ab 2035 sollen Billette im Normalfall online gekauft werden. Die Infrastruktur für den analogen Verkauf sei sehr teuer. «Vorstellbar ist, dass es noch Automaten an grossen Knotenpunkten oder in externen Shops gibt», sagte Schmied im Interview mit den "CH Media"-Titeln. «Klar ist aber auch: Es muss möglich bleiben, auch ohne Handy ein Billett zu kaufen.»

ÖV-Fahren soll generell so einfach werden wie Autofahren. Dafür solle Angebote für Junge erarbeitet werden. Die Alliance Swiss Pass wird laut Schmied im ersten Halbjahr 2023 über die Ausrichtung informieren.

Günstigere GA-Alternative startet nächstes Jahr

Bereits beschlossen ist das neue Guthaben-Abo, das im Dezember nächsten Jahrs einführt wird. Damit sollen Kundinnen und Kunden, die 1000 bis 4000 Franken jährlich für den ÖV ausgeben, eine günstigere Alternative zum GA erhalten. Für regelmässige Pendlerinnen und Pendler ist das neue Abo aber nichts, wie Schmied sagte. «Wer zwei- bis dreimal die Strecke Bern–Zürich pro Woche zurücklegt, fährt mit dem GA bereits günstiger.»

Laut Schmied soll mit dem neuen Guthaben-Abo nach fünf bis sechs Jahren die 100'000er-Marke überschritten werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. Dezember 2022 06:46
aktualisiert: 1. Dezember 2022 06:47