Fahrer über Jahre falsch entschädigt

Laurien Gschwend, 17. September 2018, 10:18 Uhr
Postauto hat seine Chauffeure nicht genügend entschädigt. (Symbolbild)
Postauto hat seine Chauffeure nicht genügend entschädigt. (Symbolbild)
© Keystone/Peter Klaunzer
Nach dem Subventions-Skandal die nächste Negativschlagzeile: Laut einem Medienbericht schuldet Postauto seinen Chauffeuren Zulagen und Spesen in der Höhe von zwei Millionen Franken.

«Die Firma ist ruiniert», sagt ein Bündner Chauffeur gegenüber Blick. Gemäss Recherchen der Zeitung hat Postauto das Arbeitsgesetz missachtet. Den Chauffeuren seien so Zulagen und Spesen in der Höhe von rund zwei Millionen Franken entgangen.

Postauto-Fahrer haben Anspruch auf eine Entschädigung, wenn sie ihre Pause an einem anderen Ort verbringen als an ihrem vertraglich festgelegten Dienstort. Pro Fahrer mache dies bis zu 2500 Franken im Jahr aus, berichtet Blick. Die Spesen seien im internen System von Postauto seit Jahren falsch oder gar nicht abgerechnet worden. Nun verspricht Postauto-Sprecher Urs Bloch: «Die Rückzahlung von Spesen und die Gutschrift erfolgen bis September 2018 mit der normalen Salärzahlung – rückwirkend bis 2016.» Er bestätigt den Betrag von zwei Millionen Franken.

Die Gewerkschaft Syndicom geht von einem Betrag weit über zwei Millionen Franken aus. Zulagen und Spesen können laut Gesetz rückwirkend auf fünf Jahre zurückgefordert werden.

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 17. September 2018 07:28
aktualisiert: 17. September 2018 10:18