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Organspende

Komitee sammelt Unterschriften gegen Widerspruchslösung

14. Oktober 2021, 19:37 Uhr
Wer sich nicht klar dagegen ausspricht, wird automatisch Organspender oder Organspenderin. Das hat das Parlament entschieden. Gegen die sogenannte Widerspruchslösung regt sich nun aber Widerstand.
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Quelle: tvo

Das Parlament hat beschlossen, dass alle Schweizerinnen und Schweizer Organspender werden, wenn sie sich nicht explizit dagegen aussprechen. Damit soll die Zahl der Organspender erhöht werden. Mit der bisherigen Regelung sterben pro Jahr bis zu 100 Personen, weil zu wenige ihren Willen bezüglich Organspende festhalten.

Ein Bürgerkomitee sammelt Unterschriften, um die sogenannte Widerspruchslösung zu verhindern. «Wir befürchten, dass somit Organe von Personen entnommen werden, welche eigentlich gar nicht spenden wollten», sagt Susanne Clauss vom Nein-Komitee. Man bezweifle, dass alle Schweizerinnen und Schweizer vollumfänglich über die Konsequenzen informiert werden.

Der Arzt und SP-Nationalrat Angelo Barrile kämpft für die Widerspruchslösung: «Damit können wir mehr Menschen retten als mit der heutigen Lösung. Das ist für mich zentral.» Ausserdem müsse man mit den Leuten reden und sie über ihre Möglichkeiten informieren. 

Damit es zu einer Volksabstimmung kommt, braucht das Nein-Komitee 50'000 Unterschriften in 100 Tagen.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 14. Oktober 2021 19:52
aktualisiert: 14. Oktober 2021 19:37