Ertrinkungsrisiko

Lebensretter sorgen sich wegen Corona-Sommer

15. Juni 2020, 08:23 Uhr
Vorsicht beim Schwimmen in Flüssen und Seen. (Symbolbild)
© Severin Bigler
Letztes Jahr sind in der Schweiz 49 Menschen beim Schwimmen verstorben, die meisten in offenen Gewässern. Die Rettungsschwimmer fürchten im Corona-Sommer ein erhöhtes Ertrinkungsrisiko.

(agl) Die Zahl von 49 Ertrinkungstoten liegt leicht über dem langjährigen Mittel, schreiben die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) und die Bundesstelle für Unfallverhütung BFU am Montag in einer Medienmitteilung. 48 der Fälle passierten in offenen Gewässern – davon 25 in Seen und 23 in Flüssen, wie die neuen Zahlen zeigen. Mit 39 Fällen waren Männer deutlich häufiger betroffen. Die Hälfte der Verstorbenen hatte zudem eine ausländische Staatsbürgerschaft.

«Für die bevorstehende Sommersaison ist mit einem erhöhten Ertrinkungsrisiko zu rechnen», heisst es in der Mitteilung weiter. Dies, weil das Schwimmen in Seen und Flüssen immer beliebter werde und die Badis diese Saison nur eingeschränkt zugänglich sind.

Mit dem Projekt Corona-Sommer 2020 lanciert die SLRG deshalb verschiedene Präventionsmassnahmen, wie eine Beratung für Städte und Gemeinden, Informationskampagnen und Crash-Kurse zur Ertrinkungsprävention. Zudem gibt es unter der Kampagne «Save your Friends» Infos für Bootstouren und See-Ausflüge, insbesondere für junge Männer, die gemäss der Mitteilung zur Risikogruppe gehören.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 15. Juni 2020 07:19
aktualisiert: 15. Juni 2020 08:23