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Coronapandemie

Nach Massentests: 73 Prozent weniger Coronafälle in Südbünden

22. Dezember 2020, 18:15 Uhr
Die Massentests in Südbünden zeigen Wirkung: Wurden beim ersten Durchlauf noch 1,1 Prozent Infizierte entdeckt, fällt die Zahl der Coronafälle bei der Wiederholung nun massiv tiefer aus.
Mitte Dezember fanden in Südbünden – im Bild Zuoz – erste Massentests der Schweiz statt. Eine Woche danach bessert sich die Situation massiv.
© Keystone

(sat) Mitte Dezember konnten sich in sechs Gemeinden in den Bündner Regionen Maloja, Bernina und Engiadina Bassa/Val Müstair alle Interessierten auf das Coronavirus testen lassen. Unter den 17'242 Getesteten zeigte sich dabei eine stark überdurchschnittliche Positivitätsrate von 1,1 Prozent.

Vergangene Woche nun hat der Kanton Graubünden in der besonders stark betroffenen Region Bernina sowie in den Gemeinden Samedan und Samnaun Nachtests durchgeführt. Mit 42 Infizierten unter 2092 Nachtests sei dabei die überdurchschnittlich hohe Positivitätsrate zwar bestätigt worden, schreibt der Kanton am Dienstag in einer Mitteilung.

Kombination von Massnahmen zeigt grosse Wirkung

Laut der Bündner Regierung hat der Massentest in Kombination mit dem ersten Nachtest, den regulären Coronatests sowie dem seit zwei Wochen geltenden Gastro-Lockdown nun insgesamt jedoch zu einer starken Reduktion der Coronafälle geführt. Konkret sank die Siebentage-Inzidenz des symptomatischen Fälle in Südbünden innert Wochenfrist um 73 Prozent.

Zudem hat der Kanton Graubünden in den letzten Wochen auch sogenannte Ausbruchstestungen durchgeführt. Um einzelne Infektionsherde möglichst rasch unter Kontrolle zu bringen, seien Infizierte an drei Schulen (in Bonaduz, Thusis und Untervaz) sowie in zwei Hotels in Arosa ausfindig gemacht worden. Mit weiterführenden Testungen in deren familiärem Umfeld hätten dann auch dort weitere Erkrankte gefunden und isoliert werden können.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 22. Dezember 2020 18:09
aktualisiert: 22. Dezember 2020 18:15