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Postautos für 7,5 Millionen Franken in Schutt und Asche

17. Januar 2019, 17:20 Uhr
Bei einem Grossbrand am Mittwochabend sind 20 Postautos oder die Hälfte der ganzen Fahrzeugflotte in Chur vom Feuer zerstört worden. Es entstand ein Schaden an den Bussen von 7,5 Millionen Franken. Ein Stadtpolizist verletzte sich bei der Brandbekämpfung.
Blick auf zerstörte Fahrzeuge der Postauto AG in Chur. 20 Postautos fielen den Flammen zum Opfer. Der Schaden allein an den Fahrzeugen beträgt 7,5 Millionen Franken.
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Der verletzte Polizist wurde mit einer leichten Rauchvergiftung ins Spital eingeliefert, konnte aber bereits am frühen Donnerstagmorgen nach Hause zurückkehren, wie Roland Hemmi von der Stadtpolizei Chur auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA sagte.

Den etwa um 21 Uhr ausgebrochenen Brand in der Nähe des Bahnhofs hatten über 100 Feuerwehrleute bekämpft und ihn nach zwei Stunden unter Kontrolle gebracht. Das Feuer war begleitet von dicken schwarzen Rauchwolken und weitherum zu sehen. Etwa 50 Personen aus angrenzenden Wohnhäusern waren vorübergehend evakuiert worden.

Augenzeugen wollen kleinere Explosionen während des Brandes wahrgenommen haben. Eine Tankstelle konnte bei der Brandbekämpfung weitgehend geschützt werden. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Graubünden ermitteln gemeinsam die Brandursache.

20 Postautos wurden ein Raub der Flammen und total beschädigt. Das entspreche fast der Hälfte der Postauto-Flotte des Standortes Chur, teilte das Unternehmen Postauto am Donnerstag mit. In der Einstellhalle brannten zudem Privatfahrzeuge von Angestellten. Ebenfalls schwer beschädigt wurde die Einstellhalle.

Für Postauto war die Situation im Anschluss an den Grossbrand eine logistische Herausforderung. Die Mitarbeitenden hätten es geschafft, dass in den nächsten Tagen alle Kurse im Grossraum Chur zuverlässig verkehrten. Noch in der Nacht auf Donnerstag sei für Ersatzfahrzeuge gesorgt worden.

Eine Taskforce ist mit Hochdruck daran, Postautos aus der ganzen Schweiz als Ersatzfahrzeuge für Chur zu organisieren. Falls nicht genügend eigene Fahrzeuge zur Verfügung stehen, wird Postauto andere Transportbetriebe für Ersatzbusse anfragen. Fahrgästen wird empfohlen, vor dem Antritt ihrer Reise ab Chur sicherheitshalber den Onlinefahrplan zu konsultieren.

Für die Stadtfeuerwehr von Chur war der Brand am Donnerstagabend der zweite Ernstfall innert weniger Tage. Bereits in der Nacht auf Sonntag hatten die Feuerwehrleute zur Bekämpfung eines Feuers in einer Churer Wohnung ausrücken müssen. Jenem Brand am letzten Wochenende waren drei Menschen zum Opfer gefallen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 17. Januar 2019 14:17
aktualisiert: 17. Januar 2019 17:20