Nahrungsmittel

Schweizer essen vermehrt Guetzli aus dem Ausland

12. April 2022, 10:58 Uhr
Beim Verkauf von sogenannten Dauerbackwaren machen die Guetzli 2021 über die Hälfte der Verkaufsmengen aus. Insgesamt hat sich die Branche weitgehend vom pandemiebedingten Rückgang erholt.
Die Schweizer Hersteller haben letztes Jahr die Guetzli-Produktion wieder gesteigert. (Archivbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

Schweizer Hersteller produzierten im Geschäftsjahr 2021 sieben Prozent mehr Dauerbackwaren als im Vorjahr, teilte der Branchenverband Biscosuisse am Dienstag mit. Dabei stieg der Branchenumsatz um knapp neun Prozent. Nebst Guetzli zählen auch Getreideriegel, haltbare «Frischbackwaren» sowie Apérogebäcke wie Grissini zu den Dauerbackwaren.

Ausländische Guetzli verdrängen die heimischen 

Schweizer Hersteller von Biscuits waren 2021 allerdings weiterhin mit einem hohen Importdruck konfrontiert. Seit 2019 nahm die Menge der Guetzli aus dem Ausland um 15 Prozent zu. Importe verdrängten Schweizer Produkte, schlussfolgert der Verband. 

Deutsche lieben Schweizer Guetzli

Dafür sind die Schweizer Guetzli aber auch im Ausland wieder beliebter. Mittlerweile exportieren die Schweizer Hersteller in 75 Länder - 2020 waren es erst 62. Dabei geht ein Grossteil der exportierten Mengen nach Deutschland. Zu den weiteren wichtigen Exportländern zählen Frankreich, die USA und Saudi-Arabien. Trotz der Erholung vom pandemiebedingten Einbruch 2020, liegen die Exportmengen im 10-Jahresvergleich aber immer noch rund 40 Prozent tiefer als 2011.

Damit hätten sich die 21 Biscosuisse-Meldefirmen im letzten Jahr insgesamt in einem herausfordernden Umfeld bewiesen, heisst es weiter. Die steigenden Preise sowie die Verfügbarkeiten von Rohstoffen und Verpackungsmaterialien stellten aber für 2022 eine grosse Herausforderung dar.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. April 2022 10:58
aktualisiert: 12. April 2022 10:58
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