SGB fordert Lohnerhöhung um bis zu 2,5 Prozent

17. September 2018, 11:13 Uhr
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) verlangt für die Beschäftigten in der Schweiz im kommenden Jahr bis zu 2,5 Prozent mehr Lohn. (Archivbild)
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) verlangt für die Beschäftigten in der Schweiz im kommenden Jahr bis zu 2,5 Prozent mehr Lohn. (Archivbild)
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert für das kommende Jahr, dass die Löhne um 2 bis 2,5 Prozent steigen müssen. Es gelte, die anziehende Teuerung, die steigenden Krankenkassenprämien sowie die höheren Pensionskassenbeiträge auszugleichen.

Zudem habe sich die wirtschaftliche Lage «stark verbessert», schreibt der SGB in seiner Mitteilung vom Montag. Die Ertrags- und Geschäftslage der meisten Firmen sei positiv. Weiter würden die Konsumentenpreise erstmals seit fast zehn Jahren um knapp 1 Prozent steigen. Jetzt sei die Zeit für eine positive Lohnrunde gekommen, hält der SGB fest.

Neben den erwähnten Faktoren müsse auch der Nachholbedarf berücksichtigt werden. Über alle Berufstätigen gesehen, hätten die lohnpolitischen Ergebnisse der vergangenen Jahre zu einem «empfindlichen Lohnrückstand» bei den unteren und tieferen Einkommen geführt.

Es müssten daher wieder vermehrt generelle Lohnerhöhungen gesprochen werden. Individuelle Lohnerhöhungen führten zu überproportionalen Ergebnissen für die hohen und höchsten Löhne, während die grosse Mehrheit der unteren und mittleren Einkommen stehen bleiben würden. Das dürfe nicht sein.

Zudem fordert der SGB, dass die Löhne der Frauen stärker angehoben werden, damit die Lohndiskriminierung korrigiert wird.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 17. September 2018 11:05
aktualisiert: 17. September 2018 11:13