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Spielwarenhandel trotzt der Frankenstärke

René Rödiger, 30. September 2015, 17:40 Uhr
Das traditionelle Spielwarengeschäft entpuppt sich einmal mehr als krisensicher. Trotz Frankenstärke und lahmender Konjunktur sind die Umsätze in den ersten acht Monaten gestiegen. Die Verkäufe angeheizt hat auch der warme Sommer.
Ein weiteres Traditionsgeschäft verlässt die Zürcher Bahnhofstrasse: Der Spielwarenhändler Franz Carl Weber zieht zum Hauptbahnhof.
© KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

So haben die Umsätze im Bereich «Outdoor und Sport» gegenüber der Vorjahresperiode um 14 Prozent zugelegt. Besonders gefragt seien Spielwaren gewesen, die in irgend einer Form mit Wasser zu tun hatten, schreibt der Spielwarenverband Schweiz in einer Mitteilung am Mittwoch.

Gefragt waren gemäss Zahlen des Marktforschungsinstituts GfK Schweiz auch Baukästen (+13 Prozent) und Actionfiguren wie Transformers, Minecraft und Minions (+33 Prozent). Selbst das Sorgenkind der letzten Jahre, der Bereich «Spiel und Puzzle», konnte um 5 Prozent zulegen.

Insgesamt haben die Umsätze mit Spielwaren - ohne Videogames - von Januar bis August um 3,9 Prozent zugelegt. Das Wachstum sei umso erstaunlicher, als dass in diesem Jahr keine eindeutigen Verkaufsschlager auszumachen seien, heisst es in der Mitteilung.

Doch im Spielwarenhandel wird die Rechnung erst nach dem Weihnachtsgeschäft gemacht. Bis dahin dürften sich vermehrt Preissenkungen im Zuge der Aufhebung des Euromindestkurses bemerkbar machen. Der Verband der Spielwarenhändler geht deshalb davon aus, dass das Umsatzplus Ende Jahr nicht ganz so hoch sein wird, wie nach den ersten acht Monaten.

René Rödiger
Quelle: SDA
veröffentlicht: 30. September 2015 17:18
aktualisiert: 30. September 2015 17:40