Streik als Konsequenz

Swiss-Piloten wollen nicht mehr diskutieren

27. September 2022, 13:18 Uhr
Die Swiss-Piloten wollen kein Schlichtungsverfahren. Sie lehnen das Angebot der Swiss nach den gescheiterten GAV-Verhandlungen ab und sprechen nun sogar offen von einem möglichen Streik. Bereits am Donnerstag ist ein Protestmarsch geplant.
Die Piloten wollen direkt mit dem Swiss-CEO verhandeln.
© Keystone/CHRISTIAN BEUTLER
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Seit über zwei Jahren verhandeln die Swiss und der Pilotenverband Aeropers über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag GAV — ohne Erfolg. Deshalb wollte die Swiss mit einem aussergerichtlichen Schlichtungsverfahren den Verhandlungen zum Durchbruch verhelfen. Diesem Vorgehen erteilen nun die Piloten eine Absage, dies sei «nicht zielführend» und dauere zu lange.

Verhandlungen auf höchster Ebene

Die Vertreter von Aeropers schlagen nun ein sogenanntes High-Level-Treffen vor. «Ich habe deshalb Dieter Vranckx, dem CEO von SWISS, eine abschliessende Verhandlungsrunde im kleinen Führungskreis vorgeschlagen, um den bereits viel zu langen und für beide Seiten unproduktiven Verhandlungsprozess zeitnah zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen», sagt Clemens Kopetz, Präsident des Pilotenverbandes Aeropers.

Protestmarsch und möglicher Streik

Die Piloten betonen in der Mitteilung, dass sie eine Lösung am Verhandlungstisch wollen. Trotzdem hat der Pilotenverband für den Donnerstag einen Protestmarsch durch Kloten angekündigt und erklärt das auch ein Streik nicht ausgeschlossen werden kann. «Falls die Mitglieder dem Antrag des Vorstandes zustimmen und das Gespräch zwischen mir und dem SWISS CEO nicht zu Stande oder zu keinem Ergebnis kommt, dann sind ab dem 17. Oktober Arbeitskampfmassnahmen möglich», sagt der Aeropers-Präsident.

(oku)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 27. September 2022 12:21
aktualisiert: 27. September 2022 13:18