7 Festnahmen

Teenager zünden Pyros und bewerfen Polizisten mit Steinen

7. September 2019, 15:52 Uhr
Mehrere Fahrzeuge der Kantonspolizei Zürich wurden beschädigt.
© Keystone/Walter Bieri
Die Zürcher Polizei ist in der Nacht auf Samstag von Jugendlichen mit Steinen beworfen worden. Weiter zündeten die Teenager mehrere Feuerwerkskörper und Pyros und steckten Abfallcontainer in Brand. Sieben Personen wurden festgenommen.

Bei der Einsatzzentrale der Zürcher Kantonspolizei ging am Freitagabend um 23.40 Uhr die Meldung ein, dass sich beim Bahnhof Dübendorf rund 20 lärmende Jugendliche aufhielten. Die ausgerückten Patrouillen seien bei ihrem Eintreffen sogleich mit Steinen beworfen worden, meldet die Kantonspolizei Zürich, «sodass sie sich zunächst zurückziehen und Verstärkung anfordern mussten». 

Mehrere Polizeiautos beschädigt

In der Folge kam es in Dübendorf zu diversen Scharmützeln mit der Polizei. Dabei feuerten die Jugendlichen mehrere Feuerwerkskörper sowie Pyros ab und zündeten Abfallcontainer an. «Zudem flogen auch immer wieder Steine gegen die Polizisten und deren Fahrzeuge», schreibt die Polizei weiter. Dabei wurden Patrouillenfahrzeuge der Kantonspolizei Zürich sowie der Stadtpolizei Uster beschädigt. Verletzt wurde niemand. 

«Es sah aus wie im Bürgerkrieg. Die Jugendlichen legten eine Gewalt an den Tag, das kann ich nicht mal beschreiben», wird ein Anwohner von «20 Minuten» zitiert. «Der Bahnhof Dübendorf ist ein Problem-Ort. Es muss sich etwas ändern», sagt ein Imbiss-Mitarbeiter gegenüber der Zeitung. 

Wegen mehrerer Punkte angezeigt 

Die Polizeibeamten nahmen insgesamt sieben Personen fest, diese befinden sich vorläufig in Haft. Bei den Festgenommenen handelt es sich laut Mitteilung um Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren aus der Schweiz, Syrien, Spanien, Serbien und der Türkei. Sie werden wegen Landfriedensbruchs, Brandstiftung, Sachbeschädigung, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte und diverser anderer Delikte zur Anzeige gebracht. Nach den polizeilichen Befragungen gehen die Fälle an die zuständigen Jugend- und Staatsanwaltschaften weiter. 

(lag)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. September 2019 15:27
aktualisiert: 7. September 2019 15:52